Luft-Luft-Wärmepumpen: Funktionsweise, Kosten und Vorteile

Wer eine Luft-Luft-Wärmepumpe verwendet, erhält ein sehr reduziertes Heizkonzept, das sogar auf Heizkörper verzichten kann. Wenn Sie die Energie aus der Abluft nutzen und die Voraussetzungen passen, erreichen Sie damit niedrige Heizkosten und auch große Vorteile für Umwelt und Klima – bei minimalem Aufwand. Erfahren Sie hier, wie das möglich ist und für wen eine Luft-Luft-Wärmepumpe in Frage kommt!

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Voraussetzungen für den Betrieb einer Luft-Luft-Wärmepumpe

Luft-Luft-Wärmepumpen kommer weniger häufig zum Einsatz als andere Arten der Wärmepumpenheizung und eignen sich überwiegend für Passiv- oder Niedrigenergiehäuser. Luft ist als Wärmeträger weniger effizient als Wasser. Luftheizungen sind entsprechend in Breitengraden mit höherer Durchschnittstemperatur und geringerem Heizbedarf weiter verbreitet. Manchmal nutzen Luftheizsysteme einen Luftbrunnen, um die Außenluft vorzuwärmen und die Effizienz der Anlage zu steigern.

Zunehmend findet diese Heiztechnik allerdings auch in Deutschland und Mitteleuropa Anwendung. Die Voraussetzungen für eine Luft-Luft-Wärmepumpe sind umso besser, je höher der Dämmstandard und die Energieeffizienz eines Gebäudes liegen. Ein fachgerecht geplantes Passivhaus oder Niedrigenergiehaus lässt sich effizient, preiswert und zuverlässig mit einer Luft-Luft-Wärmepumpe beheizen.

Eine Luft-Luft-Wärmepumpe im Altbau ist dagegen weniger sinnvoll, da für den Einsatz eine umfassende Sanierung mit hohem Aufwand nötig wäre. Der Heizbedarf müsste zum Beispiel durch eine sehr sorgfältige Dämmung massiv gesenkt werden. Aus diesem Grund ist der Einsatz im Altbau sehr selten.

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Mit diesen Kosten müssen Sie bei einer Luft-Luft-Wärmepumpe rechnen

Da sie sehr einfach aufgebaut sind, liegen bei Luft-Luft-Wärmepumpen die Kosten niedriger, als bei anderen Heizsystemen.

Günstige Geräte mit geringer Leistung beginnen im mittleren, vierstelligen Bereich. Die Kosten für die Anschaffung eines hochwertigen Geräts einschließlich Installation können 10.000 Euro übersteigen.

Kosten für die Luft-Luft-Wärmepumpe:

Anschaffung ca. 8.000 bis 10.000 EUR
Lüftungsanlage (Voraussetzung für die Luftheizung) ca .3.000 bis 6.000 EUR
Installation ca. 3.000 bis 6.000 EUR
Gesamtkosten Lüftung, Klima & Heizung ca. 14.000 bis 22.000 EUR

Laufende Kosten entstehen durch den Stromverbrauch einer Luft-Luft-Wärmepumpe. Pauschal lässt sich kein Wert angeben, weil viele individuelle Faktoren den Verbrauch beeinflussen. Im Passivhaus und Niedrigstenergiehaus sind extrem niedrige Heizkosten möglich.
Die Wartungskosten betragen rund 200 Euro im Jahr. Der Aufwand ähnelt dem einer typischen Klimaanlage. Dabei lässt sich auch die komplette Wartung des Lüftungssystems (Überprüfung der Lüftungskanäle, Austausch des Lüftungsfilter) durchführen. Im Gegensatz zu anderen Wärmepumpen ist die Luft-Luft-Wärmepumpe wartungsintensiver.

Wie werden Luft-Luft-Wärmepumpen gefördert?

Eine Frau steht mit einem Glas in der Hand in der offenen Balkontür und blickt nach draußen

Gerne informieren wir Sie über mögliche Förderungen für Wämepumpen.


Zur Förderung für Wärmepumpen

Vor- und Nachteile von Luft-Luft-Wärmepumpen

Für die Luft-Luft-Wärmepumpe spricht vor allem der sehr einfache und unkomplizierte Aufbau ohne wasserführende Systeme.

Weitere Vorteile:

  • niedrige CO2-Emissionen
  • leistet auch Klimatisierung
  • Wärmerückgewinnung für kontrollierte Wohnraumlüftung
  • weitere Einsparungen möglich durch Kombination mit Photovoltaik

Gleichzeitig hat die Heizung mit einer Luft-Luft-Wärmepumpe aber auch Nachteile, die Sie als Bauherr ausgewogen betrachten sollten. Vor allem die niedrigere Leistungsfähigkeit einer Luftheizung, mit der sich die Lösung nur für besonders effiziente Gebäude eignet, muss hier beachtet werden. Damit Luft-Luft-Wärmepumpen auch im Winter zuverlässig heizen, ist eine dichte Gebäudehülle und eine sehr genaue Auslegung des Systems unbedingt notwendig.

Weitere Nachteile:

  • Geräuschentwicklung von bis zu 50 dB (entspricht einer normalen Unterhaltung) muss bei Planung berücksichtigt werden
  • keine Warmwasserbereitung möglich
  • für Altbausanierung nicht zu empfehlen
  • deutlich wartungsintensiver

Welche Alternativen zur Luft-Luft-Wärmepumpe gibt es?

Im Unterschied zur Luft-Luft-Wärmepumpe decken andere Formen der elektrischen Wärmepumpe ein breiteres Einsatzspektrum ab. Der wichtigste Unterschied zum Heizen mit Luft-Luft-Wärmepumpe ist die Wärmeverteilung über einen wasserführenden Heizkreis. Möglichst hohe Effizienz erreichen Sie mit Flächenheizungen und einer Vorlauftemperatur von 35 Grad und niedriger. Um das zu erreichen, sind erfahrene Partner und eine genaue, fachlich korrekte Planung unerlässlich.

Stärken
  • saisonunabhängig dank konstanter Bodentemperaturen
  • hohe Leistung mit JAZ von 4 und höher
  • saisonunabhängig dank geringer Temperaturunterschiede im Jahresverlauf
  • sehr hohe Leistung mit JAZ von 4,5 und höher
  • preiswert
  • einfach zu installieren
  • Aufstellungsort flexibel

FAQ

Luft-Luft-Wärmepumpen geben Ihre Wärme nicht an Heizkörper sondern ein Lüftungssystem weiter. Es ist allerdings möglich und in vielen Fällen auch sinnvoll, eine Luft-Luft-Wärmepumpe zusätzlich zu einem klassischen Heißwassersystem mit Heizkörpern zu betreiben. So kombinieren Sie umweltfreundliche Heizungsunterstützung, Wärmerückgewinnung und Klimatisierung.

Bei richtiger Planung ist die Versorgung garantiert. Die Aufgabe der Heizungsplanung ist, auch bei Bedarfsspitzen jederzeit die zuverlässige Versorgung sicherzustellen. Wenn ein System dies für ein konkretes Objekt nicht leisten kann, wird es nicht in Betracht gezogen.

Es kommt auf die genaue Heiztechnik an. Luft-Wasser-Wärmepumpen können sowohl heizen als auch Warmwasser erzeugen. Eine Luft-Luft-Wärmepumpe kann lediglich heizen.

Ähnlich wie ein Luftbrunnen wird im Erdwärmetauscher die Zuluft im Winter vorgewärmt und im Sommer vorgekühlt. Das mindert den Energieeinsatz für Heizung und Klimatisierung.

Grundsätzlich ist eine Luft-Luft-Wärmepumpe im Altbau möglich. In den meisten Fällen ist der Aufwand für eine Sanierung auf den notwendigen Energieeffizienzstandard aber nicht wirtschaftlich.