Sole-Wasser-Wärmepumpen: Erdwärme effizient nutzen

Wärmepumpenheizungen gewinnen kostenlose, erneuerbare Energie aus der Umgebung. Eine besonders ergiebige Quelle dafür ist Geothermie: Wärme, die im Boden gespeichert ist. Lesen Sie hier, auf welchen Wegen Sie Sole-Wasser-Wärmepumpen einsetzen können und welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit Sie langfristig von sehr niedrigen Heizkosten profitieren!

Heizungsangebot unverbindlich anfragen

Was ist eine Sole-Wasser-Wärmepumpe?

Sole-Wasser-Wärmepumpen sind Heizgeräte, die dem Boden Wärme entnehmen. Die geothermische Energie lässt sich für die Gebäudeheizung und die Warmwassererzeugung nutzen.
Die Geräte heißen Sole-Wärmepumpen, weil eine Wärmeträgerflüssigkeit (Sole) die Erde als Energiequelle erschließt. Da die Wärmegewinnung im Inneren der Erde stattfindet, tragen die Systeme auch die Bezeichnungen Erdwärmepumpen oder Erdwärmeheizungen.

Eng verwandt sind Wasser-Wasser-Wärmepumpen. Sie gewinnen die Energie nicht über eine zirkulierende Sole, sondern aus Grundwasser, das sie an die Oberfläche pumpen.

Bosch - Technik fürs Leben
Bosch – Ihr smarter Partner

  • Herausragende Innovationskraft
  • Hohe Qualitäts- und Sicherheitsstandards
  • 5 Jahre-Systemgarantie
  • Über 100 Jahre Kompetenz im Bereich Thermotechnik
  • Attraktive Fördermöglichkeiten
Jetzt Installateur finden

Erdsonden oder Erdkollektoren: Was ist damit gemeint?

Erdsonden- und Kollektoren erschließen das Erdreich als Wärmequelle. In den Rohren der Sonde bzw. des Kollektors zirkuliert die dafür notwendige Sole.

Infografik zu den unterschiedlichen Erschließungsarten von Erdwärmepumpen

Erdsonde: Erdsonden werden senkrecht verlegt – reichen also tiefer in die Erde hinab als Erdwärmekollektoren. Hierfür sind Bohrungen erforderlich. Für einfache Wohnhäuser genügt in der Regel eine Tiefe von bis zu 100 Meter. Beachten Sie außerdem die dafür benötigten Bohrgenehmigungen sowie Gewässerschutzbestimmungen.


Erdkollektor: Beim Erdkollektor werden die Rohre flächenhaft verlegt, ähnlich wie bei einer Fußbodenheizung. Hierfür sind ausgedehnte Gräben oder Gruben für die oberflächennahe Verlegung nötig.


Mit jedem verlegten Meter lässt sich mehr Wärme sammeln. Zudem sind nasse, sandige und lehmige Böden besonders günstig und bieten eine hohe Wärmeleistung pro Meter. Allerdings verursachen die Erdarbeiten auch hohe Kosten, die aber vom Staat ebenfalls gefördert werden. Die Tiefe der Erdwärmesonden und die Grabenlänge des Kollektors müssen deshalb vom Fachmann exakt auf den Energiebedarf der Heizanlage abgestimmt sein.

Sole-Wasser-Wärmepumpen von Bosch

Compress 7000i LW

  • Platzsparend durch integrierten 190 L-Warmwasserspeicher
  • Einfaches Einbinden einer PV-Anlage in Kombination mit dem Bosch Energiemanager möglich

Supraesco STE-1

  • Hohe Flexibilität, mit Supraesco STE-1verschiedenen Speicherlösungen kombinierbar
  • Zuverlässige und robuste Bosch-Technologie
  • Auch als Wasser-Wasser-Wärmepumpe einsetzbar

Supraecso STM-1

  • Platzsparend durch eingebauten 190 L-Speicher
  • Zuverlässige und robuste Bosch-Technologie
  • Auch als Wasser-Wasser-Wärmepumpe einsetzbar

Mit diesen Kosten müssen Sie rechnen

Ist in Bezug auf Sole-Wasser-Wärmepumpen von Nachteilen die Rede, stehen die hohen Kosten für die Erschließung der Erdwärme ganz oben auf der Liste.

Ein Mann sitzt auf dem Sofa und hat ein Laptop auf dem Schoß

Zu den Ausgaben für Anschaffung und Installation des Heizgeräts kommen die Kosten für die Bohrungen und Erdarbeiten. So entstehen Investitionssummen weit über den Kosten für eine neue Gasheizung.
Doch dem stehen bei korrekter Planung dauerhaft niedrige Betriebskosten gegenüber, die von kaum einem anderen Heizsystem zu schlagen sind. Zudem werden die Kosten für Bohrung und Erdarbeiten vom Staat gefördert. Wie viel Heizkosten Sie durch eine Sole-Wasser-Wärmepumpe einsparen können, hängt von vielen Faktoren ab und lässt sich nur individuell für Ihr Objekt berechnen. Folgende Tabelle gibt Ihnen einen ersten Überblick.

Anschaffungskosten 10.000 € – 12.000 EUR
Kosten für Installation 2.000 € – 3.000 EUR
Kosten Erschließung, Sondenbohrungen oder Kollektorverlegung 8.000 € – 10.000 EUR
Gesamtkosten für Einrichtung des Systems 20.000 – 25.000 EUR
Betriebskosten im Beispielgebäude* 625 EUR für elektrische Energie (je nach Wärmepumpen-Tarif) im Jahr, zzgl. 150 EUR Wartungskosten im Jahr

* Das Beispielgebäude erreicht eine solide JAZ von 4 und besitzt 120 m² beheizte Wohnfläche mit einem Gesamtwärmebedarf von 10.000 kWh im Jahr. Für den Betrieb der Heizung wird ein Wärmepumpentarif mit 0,23 EUR/ kWh genutzt.

Förderung für Sole-Wasser-Wärmepumpen

Informieren Sie sich über die Fördermöglichkeiten für Wärmepumpen in Österreich!

Jetzt Förderung nutzen

Welchen Einfluss haben Sole-Wasser-Wärmepumpen auf die Umwelt?

Sole-Wasser-Wärmepumpen sind klima- und umweltfreundlich, weil sie den CO2-Ausstoß verringern. Im aktuellen deutschen Strommix, der noch einen großen Anteil fossiler Brennstoffe einschließt, ist eine JAZ von etwa 3,5 nötig, um beim Heizen mit Sole-Wasser-Wärmepumpe weniger CO2 zu erzeugen, als mit einer vergleichbaren Gas- oder Ölheizung. Mit einer besseren Jahresarbeitszahl, aber auch, wenn der erneuerbare Anteil im Strommix steigt oder zum Beispiel Photovoltaik hinzukommt, erhöht sich der Umweltnutzen drastisch.

Die Einwirkungen auf die Umwelt beschränken sich auf die Abkühlung des Erdreichs. Eine zu intensive Entnahme wegen mangelnder Sondentiefe oder Kollektorfläche kann zum Auskühlen oder Vereisen des Bodens führen. Das ist allerdings eine Folge von Planungsfehlern und mit einer korrekten Planung und Auslegung leicht vermeidbar.

FAQ

Die Bodentemperatur ist unabhängig von der Jahreszeit stabil. Die Auslegung lässt sich genau berechnen und zuverlässig planen. Damit ist auch in extremen Kälteperioden die Wärmeversorgung sichergestellt.

Um die Effizienz dauerhaft hoch zu halten, wird eine Wassertemperatur von 50 Grad empfohlen. Allerdings können Erdwärmepumpen für kurzfristige Erhitzung zum Erhalt der Trinkwasserhygiene auch höhere Temperaturen erzeugen.

Die Tiefe der Bohrung ist abhängig vom Ertrag pro Meter und dem Wärmebedarf des Heizsystems. Im privaten Einsatz beträgt die Sondentiefe meist maximal 100 m. Wenn das nicht ausreicht, werden in ausreichendem Abstand mehrere Bohrungen gesetzt.

In der Mehrheit sind Schwierigkeiten mit Erdwärmepumpen auf Planungsfehler zurückzuführen. Das betrifft zum Beispiel die zu große oder zu kleine Auslegung oder eine fehlerhaft oder ungünstig gestaltete Anlagenhydraulik, die sich ungünstig auf die Effizienz auswirkt.

Bei einer Störung muss wie bei jedem Heizsystem eine fachgerechte Überprüfung und Instandsetzung durch den Fachbetrieb erfolgen. Für Umwelt, Gebäude oder Bewohner bestehen dabei keine besonderen Risiken.

Die höhere Leistung von Erdwärmepumpen macht diese Systeme auf einer Seite zu einer sinnvollen Lösung. Die intensiven Erdarbeiten sind im städtischen, meist eng bebauten Raum allerdings manchmal nicht umsetzbar. Fragen Sie am besten Ihren Heizungsfachmann!

Eine Kombination mit Solarthermie ist möglich, aber wirtschaftlich weniger attraktiv. Die Verbindung von Photovoltaik und Sole-Wasser-Wärmepumpe wiederum hat große Vorteile, vor allem in Bezug auf die laufenden Kosten der Wärmepumpe und dem Eigenverbrauch der Photovoltaikanlage.