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Moderne Elektroheizungen für Haus und Wohnung: Geräte, Kosten und Verbrauch

Elektroheizungen können für Mietwohnungen und Einfamilienhäuser eine sinnvolle Ergänzung sein. Vorausgesetzt, die Geräte werden richtig verwendet und der Stromverbrauch bleibt im Rahmen. Erfahren Sie hier, welche Variante der Elektroheizung für Sie am besten geeignet ist, was das Heizen mit Strom kostet und welche Elektroheizungen von Bosch erhältlich sind. Außerdem zeigen wir Ihnen, welches Potenzial Photovoltaik-Anlagen eröffnen und welche Alternativen zum Elektroheizen in Frage kommen.

Für Schnellleser: Das Wichtigste zu Elektroheizungen im Überblick

  • Elektroheizungen sind eine universelle Ergänzung für zusätzliche Wärme.
  • Elektrische Heizungen gibt es in diversen Ausführungen: als klassische Wandheizkörper, Beistellgeräte, Fußbodenheizungen etc.
  • Eine moderne Elektroheizung kostet wenige hundert Euro und verursacht keine Wartungskosten.
  • Bei falscher Anwendung können Stromheizungen unverhältnismäßig hohe Stromkosten verursachen.
  • In Kombination mit Photovoltaik ergibt sich für Elektroheizungen im Einfamilienhaus neues Potenzial.
  • Gasheizungen und Wärmepumpen sind eine Alternative zum Elektroheizen.

Wann ist eine Elektroheizung sinnvoll?

Eine Elektroheizung ist immer dann wirtschaftlich sinnvoll, wenn das Gerät eine vorhandene, konventionelle Zentralheizung als flexible Zusatzheizung ergänzt. Das heißt, die Zentralheizung liefert die Grundwärme für die Räumlichkeiten und die elektrische Heizung lässt sich bei Bedarf zuschalten, um z.B. das eigene Wohlbefinden zu steigern. So kommen Stromheizungen u.a. in Mietwohnungen zum Einsatz: als Ergänzung im Bad, im Kinderzimmer oder im Wohnbereich, wo ein Gerät schnell zusätzliche Wärme liefert.

Installateur berät Frau in einem Keller

Aber auch für selten oder zeitweilig genutzte Räumlichkeiten, in denen die Wärmeversorgung mit einer herkömmlichen Zentralheizung baulich und finanziell zu aufwendig wäre, ist eine Elektroheizung sinnvoll – zum Beispiel in einer Werkstatt oder Garage, in einem Hobbykeller, Gartenhäuschen oder Wintergarten. Potenziale ergeben sich für eine Elektroheizung zunehmend auch im Einfamilienhaus in Verbindung mit einer eigenen Photovoltaik-Anlage.
Wichtig und vorab zu bedenken ist beim Einsatz einer Stromheizung jedoch immer, dass die Wärme nur kurzzeitig und vorübergehend gebraucht wird. Ansonsten ist eine Elektroheizung nicht sinnvoll und führt zu unverhältnismäßig hohen Stromkosten.

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Vorteile und Nachteile einer Elektroheizung

Vorteile einer Elektroheizung

  • Große Auswahl an diversen Stromheizungen für unterschiedlichste Einsatzzwecke
  • Im Vergleich zu herkömmlichen Heizungen sehr preiswert in der Anschaffung
  • Flexibel und einfach zu installieren, meist reicht eine einfache Steckdose
  • Mobile Elektroheizungen lassen sich an verschiedenen Orten nutzen
  • Stromheizungen wärmen meist unmittelbar nach dem Einschalten
  • Zukunftsfähige Heizung für Niedrigenergiehäuser in Verbindung mit einer Photovoltaik-Anlage
  • Klimaneutraler Betrieb ohne CO2-Emissionen möglich mit 100% Ökostrom
  • Keine Wartung notwendig
  • Keine Wartungs- und Bereitschaftskosten

Nachteile einer Elektroheizung

  • Dauerhaft und längere Zeit mit Strom zu heizen ist teuer
  • Strom kostet pro Kilowattstunde deutlich mehr als Gas, Öl oder Holz
  • Strompreise haben sich in den vergangenen Jahren stark verteuert
  • Ausschließlich elektrisch zu heizen ist in den allermeisten Wohngebäuden nicht zulässig
  • Vergünstigter Heizstrom ist nur für fest eingebaute Speicherheizungen mit eigenem Stromzähler verfügbar

Was gibt es für Elektroheizungen?

Elektroheizungen gibt es in zahlreichen Varianten.

  • Radiator: Elektroheizung in Form eines klassischen Heizkörpers, z.B. als Badheizkörper mit Handtuchhalter (Wandgerät) oder als Ölradiator (Standgerät).
  • Konvektor: Kleines elektrisches Heizgerät welches, mobil oder an der Wand befestigt, mittels Gebläse (Heizlüfter) warme Luft in den Raum pustet.
  • Direktheizung: Mitunter als vollwertiges, wasserführendes Heizgerät erhältlich, welches Warmwasser für Wasserhähne und Heizkörper bereitstellt.
  • Infrarotheizung: Stromheizung, die mit Wärmestrahlung arbeitet. Erhältlich u.a. als Natursteinheizung, Spiegelheizung, Bildheizung oder Infrarotstrahler.
  • Flächen-Teilspeicherheizung: Moderne Weiterentwicklung der Nachtspeicherheizung, meist in Form von flachen Wandheizkörpern mit kleinem Speicherkern.
  • Elektrische Fußboden- oder Innenwandheizung: Flache, elektrische Heizmatten oder Heizfolien, welche in Fußböden oder Wänden verlegt werden können.
  • Elektrokamin: Imitat eines klassischen Kamins.
  • Wärmepumpe: Nutzt Wärme aus der Umwelt zum Heizen sowie für Warmwasser und ist dabei auf Strom angewiesen.

Elektroheizungen von Bosch: für Badezimmer, Wand und Fußboden

Bei Bosch finden Sie eine wachsende Auswahl an innovativen, elektrischen Heizungen. Zum Beispiel eine Elektroheizung fürs Badezimmer, die Sie einfach per Steckdose betreiben können. Die Bosch Elektroheizung fürs Bad wird mittels Wandmontage befestigt und ist eine Ergänzung für alle Badezimmer, die bislang noch keinen Handtuchheizkörper haben.

Zusätzlich hält Bosch eine vielfältig einsetzbare Elektroheizung für die Wand oder den Fußboden bereit. Der Konvektor lässt sich als platzsparender, elektrischer Heizkörper einfach per Wandmontage befestigen, oder mit zwei Standfüßen als Boden-Elektroheizung einsetzen.

Den Bad-Elektroheizkörper sowie auch den Elektroheizkörper für Wand und Fußboden gibt es in verschiedenen Größen und Leistungen: mit 500 Watt, 600 Watt, 750 Watt, 900 Watt, 1.000 Watt, 1.500 Watt, 2.000 Watt und 2.500 Watt.

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Heat Radiator 4500
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  • Sechs verschiedene Größen
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  • Komfortabler Temperaturregler mit Wochenprogramm und anderen Funktionen

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Heat Convector 4000
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  • Varianten mit unterschiedlichen Heizleistungen erhältlich (500 - 2500 W)
  • Einfach zu bedienen
  • Wenn die Raumtemperatur schnell sinkt, stellt sich das Gerät aufgrund der Offenes-Fenster-Funktion automatisch ab.

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Wie funktioniert eine elektrische Heizung?

Die grundsätzliche Funktionsweise ist bei allen Elektroheizungen gleich. Mithilfe von Haushaltsstrom erzeugen die Geräte Wärme. Unterschiede zeigen sich in der Art und Weise, wie Stromheizungen wärmen.
Erwärmt wird entweder die Raumluft, indem diese am warmen Heizkörper entlang streift bzw. mithilfe eines eingebauten Gebläses im Raum verteilt wird. Oder es wird vorrangig der Raum selbst erwärmt, d.h. Wände, Möbel, Gegenstände sowie Menschen und Tiere, die sich im Raum befinden. Diese beiden Funktionsweisen der Elektroheizung werden „Konvektion“ und „Wärmestrahlung“ genannt. Hierzu muss eine Elektroheizung nicht unbedingt fest eingebaut werden. Es gibt auch viele mobile Stromheizungen, die so funktionieren.
Wird eine elektrische Heizung ausgeschaltet, hört das Gerät in der Regel auch auf zu wärmen. Eine Ausnahme sind elektrische Teilspeicherheizungen, welche Wärme speichern und über einen längeren Zeitraum abgeben.


Gut zu wissen: Elektroheizungen von Bosch gibt es mit einer innovativen Funktion, die offene Fenster erkennt, um Strom zu sparen.

Ein ganzes Haus mit Elektroheizung beheizen: Potenziale & Alternativen

Elektroheizungen sind in erster Linie dafür gemacht, zusätzliche Wärme zu spenden – in Ergänzung zu einer vorhandenen Zentralheizung, z. B. einer Gasheizung oder Wärmepumpe. Es gibt aber auch immer wieder Überlegungen von Eigentümern, ein ganzes Haus elektrisch zu heizen. Mit Nachtspeicherheizungen und Durchlauferhitzern ist dies in Mehrfamilienhäusern bis heute noch weit verbreitet. Wollen Sie neu bauen oder eine Immobilie sanieren, ist es durch Bauvorschriften nahezu ausgeschlossen, eine Elektroheizung für ein ganzes Haus einzusetzen und das Haus nur mit Strom zu heizen.

Ausnahmen bilden höchst energieeffiziente Neubauten, z. B. Niedrigenergiehäuser. Hier ist es in Kombination mit erneuerbaren Energien möglich, eine Elektroheizung als Hauptheizung für ein Einfamilienhaus im Neubau einzusetzen, denn eine Elektroheizung lässt sich z. B. mit Solar oder Photovoltaik betreiben. Spezielle Elektro-Warmwasserheizungen (wasserführende Elektroheizungen) wie die Elektrodirektheizung Tronic Heat 3500 von Bosch kommen hierfür in Frage. Mit einer Leistung von 6kW, 12 kW, 18 kW oder 24 kW ist diese Elektroheizung auch für Ferienhäuser, Kleingewerbe sowie als Backup für Wärmepumpen einsetzbar.

Tronic Heat 3500

Die Elektro-Direktheizung: Tronic Heat 3500

  • Robuste Verarbeitung im Bosch Design
  • Leise Betriebsweise
  • Die mehrstufige Regelung stellt sich automatisch auf die optimale Heizleistung ein, auch in Kombination mit Photovoltaik

Zum Tronic Heat 3500 (PDF 2.0 MB)

Wollen Sie alternativ ein Haus mit einer alten Elektroheizung umrüsten und z.B. alte Nachtspeicherheizungen ersetzen, kommen verschiedene Möglichkeiten in Frage. Zum einen lässt sich eine Elektroheizung gegen eine Gasheizung austauschen. Für den Umbau einer Elektroheizung auf Gas müssen u.a. die Verfügbarkeit und Kosten eines Gasanschlusses geprüft werden. Ferner werden eine Abgasführung sowie die komplette Neuverlegung von Heizkörpern und Heizungsrohren erforderlich. Um eine Elektroheizung auf Gas umzurüsten, können Sie mit Kosten ab 10.000 Euro inkl. Gasanschluss rechnen. Zum anderen lässt sich eine Elektroheizung durch eine Wärmepumpe ersetzen. Vor dem Umbau auf eine Wärmepumpe sollte u.a. geprüft werden, ob der energetische Zustand des Hauses den Einbau einer Wärmepumpe ermöglicht und welche Wärmequelle die richtige ist.

Unser Tipp: Wenn Sie eine alte Elektroheizung austauschen und entsorgen wollen, wenden Sie sich am besten an einen Fachbetrieb für Nachtspeicherentsorgung, denn die Geräte können mitunter noch Asbest enthalten.

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Kosten und Verbrauch einer Elektroheizung

Generell bewegen sich die Kosten für eine neue, moderne Elektroheizung in einem Bereich von wenigen hundert Euro. Der große Vorteil ist hierbei, dass Sie eine elektrische Heizung (z.B. einen Badheizkörper oder einen Heizlüfter) i.d.R. selbst kaufen und anschließen können. Zusätzliche Kosten für den Einbau oder die Wartung fallen bei einer einfachen, elektrischen Heizung nicht an.

Beispielhafte Preise für Elektroheizungen von Bosch:

  • Elektroheizung für Wand oder Fußboden (Heat Convector 4000): ca. 200 – 250 Euro
  • Elektroheizung fürs Bad (Heat Radiator 4500): ca. 400 – 500 Euro
  • Vollwertige Elektroheizung für Ferienhäuser oder Kleingewerbe (Tronic Heat 3500): ca. 1.400 – 1.800 Euro

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Der Verbrauch und die Heizkosten (Stromkosten) einer Elektroheizung hängen maßgeblich von der elektrischen Leistung des Geräts und den Betriebsstunden ab.


Beispiel: Eine E-Heizung fürs Bad mit einer Leistung von 500 bis 1.000 Watt hat einen Stromverbrauch von 0,5 bis 1,0 kWh pro Stunde, sofern das Gerät eine Stunde lang mit voller Leistung heizt. Ist das Gerät eine Stunde pro Tag in Betrieb, kommen Sie im Monat auf rund 30 Betriebsstunden. Pro Monat belaufen sich die Kosten mit dieser exemplarischen Stromheizung auf 4,50 bis 9,00 Euro (Strompreis 30 Cent pro Kilowattstunde). Um den Stromverbrauch pro Jahr zu überschlagen, sollten Sie bedenken, dass die Elektroheizung vorrangig nur zwischen Herbst und Frühjahr zum Einsatz kommt.


Gut zu wissen: Preiswerten Heizstrom bekommen Sie für eine Elektroheizung nur dann, wenn Sie mit einer Speicherheizung heizen, die über einen eigenen Stromzähler angeschlossen ist. Um beim Heizen mit Strom dennoch Kosten zu sparen, empfiehlt es sich, auf eine energieeffiziente Elektroheizung beim Kauf zu achten. Die Energieeffizienz wird auf dem EU-Energielabel ausgewiesen.

FAQ zum Thema Elektroheizung

Was hat es mit dem Elektroheizungs-Verbot per Gesetz auf sich?

Das einstige Verbot von Stromheizungen richtete sich gegen Nachtspeicherheizungen. Diese sollten in Deutschland schrittweise außer Betrieb genommen werden. Das entsprechende Gesetz wurde jedoch wieder aufgehoben. Der Betrieb von Stromheizungen ist damit aktuell nicht verboten.

Welche Elektroheizung ist die beste?

Pauschal lässt sich die beste Elektroheizung kaum bestimmen. Entscheidend ist, für welchen Einsatzzweck Sie eine Stromheizung suchen. Allgemein können Sie auf das EU-Energielabel und Stromspar-Funktionen achten. Als beste Elektroheizung für einen Altbau kommt u.a. eine Teilspeicherheizung in Betracht.

Welche Elektroheizung fürs Bad?

Als Elektroheizungen für Badezimmer eignen sich insbesondere Handtuchheizkörper, Spiegelheizungen mit Infrarottechnik oder elektrische Fußbodenheizungen.

Wie viel Watt pro Quadratmeter brauche ich mit einer Elektroheizung?

Einzelne Räume haben überschlägig einen Wärmebedarf von rund 50 bis 100 Watt pro Quadratmeter. Ist Ihr Raum z.B. 15 Quadratmeter groß, ist eine Elektroheizung mit 750 bis 1.500 Watt richtig dimensioniert.

Was kostet eine Elektroheizung für ein Einfamilienhaus?

Je nach Gerät können Sie bei einer Elektroheizung für ein Einfamilienhaus mit Kosten von wenigen hundert Euro rechnen. Jedoch kann eine Stromheizung im Einfamilienhaus in den meisten Fällen nur eine Unterstützung zu einer klassischen Zentralheizung mit Gas, Öl, Holz oder einer Wärmepumpe darstellen.

Was verbraucht eine Elektroheizung an Strom?

Der Stromverbrauch einer Elektroheizung richtet sich nach der Geräteleistung (in Watt) und der Zeit, die das Gerät in Betrieb ist und aktiv Strom verbraucht. Beispiel: Eine elektrische Heizung mit 2.000 Watt Leistung verbraucht innerhalb einer Stunde zwei Kilowattstunden Strom (2000 Watt / h = 2 kWh). Um herauszufinden, wie viel Strom Ihre Elektroheizung verbraucht, werfen Sie einen Blick auf das Typenschild, dort sollte die Leistung verzeichnet sein.

Was kostet eine Elektroheizung im Monat?

Um herauszufinden, was das Heizen mit Strom kostet, brauchen Sie drei Informationen: Wie viele Stunden ist die Elektroheizung im Monat in Betrieb? Welche Leistung hat das Gerät? Und was kostet Ihre Kilowattstunde Strom? Beispiel: Eine Stromheizung mit 1.000 Watt und 30 Betriebsstunden im Monat kostet Sie, bei einem Kilowattstunden-Preis von 30 Cent, monatlich rund 9 Euro.

Welche Elektroheizung ist die sparsamste, d.h. welche Elektroheizung verbraucht am wenigsten Strom?

Hinweise auf eine sparsame bzw. sehr sparsame Elektroheizung mit geringem Stromverbrauch geben z.B. das EU-Energielabel (Energieeffizienzklasse bis A+++) oder spezielle Funktionen des Gerätes wie ein Timer- oder Stromsparmodus (z.B. Erkennung von offenen Fenstern). Grundsätzlich ist eine Stromheizung dann am sparsamsten, wenn das Gerät wenig Leistung hat und nur wenige Stunden im Monat in Betrieb ist.

Ist es günstiger mit Strom oder mit Gas zu heizen?

Bei der Beurteilung „Elektroheizung vs. Gasheizung“ ist entscheidend, wie oft und wie lange Sie mit dem Gerät heizen. Zunächst fällt der Vergleich hinsichtlich „Heizen mit Gas oder Strom“ zugunsten der Gasheizung aus, da Gas deutlich preiswerter ist als Strom. Jedoch nur dann, wenn Sie viele Jahre mit Gas heizen, denn die Gasheizung ist deutlich teurer in der Anschaffung. Wollen Sie nur vorübergehend heizen, kann die Entscheidung zwischen Strom oder Gasheizung auch zugunsten der Stromheizung ausfallen.