Förderung für Ihre neue Heizung, egal ob Neubau oder Bestand

Erneuerbare Energien wirksam voranbringen mit Hilfe der BAFA und KfW-Förderungen- ein Überblick zu den neuen Fördersätzen 2020

Klimaschutz passiert auch im Heizungskeller. Private Feuerstellen haben derzeit noch einen hohen Anteil am CO2-Ausstoß in der Bundesrepublik. Um das zu ändern, gibt es seit dem 01.01.2020 attraktive Fördersätze für den Umstieg auf erneuerbare und besonders sparsame Heiztechnik .

Lesen Sie hier, mit welcher Förderung Ihre Heizungsanlage zukunftsfähig werden kann und wie Sie mit der neuen BAFA-Förderung bis zu 45 Prozent der Kosten zurückerhalten können!

Alles zum Klimapaket Heizung

Mit Heizungssanierung CO2 einsparen

Der Klimaschutz im Heizungskeller gehört zu den Kernpunkten im Klimapaket. Rund 15 Prozent der gesamten CO2-Emissionen entstehen bei der Wärmeerzeugung. Damit tragen Heizungsanlagen in Deutschland stark zum Klimawandel bei. Erneuerbare Energien werden darum ab 2020 noch stärker gefördert.

Eine Heizungsmodernisierung hat mehrere Ziele: Priorität für die Hausbesitzer hat die Haltbarkeit zu erhöhen und die Heizkosten zu senken. Gleichzeitig müssen die CO2-Emissionen im Gebäudebestand massiv sinken, um die Klimaziele zu erreichen.

Dafür müssen im Altbau ineffiziente Anlagen auf einen modernen Standard kommen und die erneuerbaren Energien einen massiven Ausbau erfahren. Durch energetische Sanierung der Gebäudehülle lassen sich zusätzlich die Wärmeverluste, der Verbrauch und damit auch die Kosten und die Emissionen senken. Mehr zur Förderung für Altbausanierung

Darum bietet die Bundesregierung umfangreiche Förderung zur Heizungssanierung und im Neubau über das Marktanreizprogramm (MAP). Das erleichtert die Anschaffung energieeffizienter, klimafreundlicher Lösungen. Alternative Heiztechniken sind so gegenüber den konventionellen Lösungen wettbewerbsfähiger und attraktiver.

Das Klimapaket umfasst dafür ab 2020 maßgebliche Änderungen:

  • Die Förderung energieeffizienter Heizanlagen auf Basis erneuerbarer Energie wird einfacher und umfangreicher.
  • Die Verantwortlichkeit geht vollständig auf das BAFA über. Das Programm "Heizen mit erneuerbaren Energien" regelt Fördermittel für die Heizungsmodernisierung.
  • Die KfW fördert weiterhin die komplette, energetische Sanierung. Im Heizungsbereich vergibt die KfW ab 2020 nur noch Mittel für die Heizungsoptimierung, Brennstoffzellenheizungen und Ergänzungskredite, die sich mit der BAFA-Förderung kumulieren lassen.
  • Ölheizungen erhalten dann in keiner Form mehr Förderung.
  • Ab 2026 besteht ein Einbauverbot für Ölkessel.

Welche Förderungen können Sie erhalten?

Die Förderung der Heizung teilt sich in drei Bereiche: KfW, BAFA und steuerliche Förderung. Ab 2020 fallen Einzelmaßnahmen bei der Heizungssanierung fast vollständig in die Zuständigkeit des BAFA. Sie sind im Programm "Heizen mit erneuerbaren Energien" zusammengefasst.

Eine bedeutende Änderung zum bisherigen Verfahren: Den staatlichen Zuschuss zu den förderfähigen Kosten erhalten Sie in einem einfachen Prozentanteil. Im Vergleich zu den kompliziert berechneten Festbeträgen bei der früheren Basis-, Innovations-, Bonus- und Zusatzförderung für Heizungen wird das Verfahren damit wesentlich einfacher.

Die Steuerförderung und die Programme von BAFA oder KfW sind nicht kumulierbar.

KfW Bankengruppe: Neubau und Bestand

  • KfW-Kredite und Tilgungs- bzw. Investitionszuschüsse für Neubau und Gebäudesanierung (KfW-Effizienzhaus)
  • Förderung von Einzelmaßnahmen
  • Kann mit der BAFA-Förderung kombiniert werden

Mehr zu KfW

BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle)

  • Marktanreizprogramm (MAP) und Heizungsoptimierung
  • Förderung für das Heizen mit erneuerbaren Energien
  • prozentuale Förderung der Gesamtinvestitionskosten

Direkt zur BAFA

Steuerliche Förderung

  • Steuerliche Abschreibung von gebäudeenergetischen Sanierungsmaßnahmen (20% der Investitionskosten, max. 200.000 Euro Invest) über 3 Jahre
  • Keine Kombination mit einem KfW-Kredit und der MAP-Förderung

Direkt zum Gesetz Klimaschutzprogramm

Förderung von Heizung: grundlegende Voraussetzungen

Heizungsmodernisierung

  • Im Bestand kann die höchste staatliche Förderung für die Heizung erzielt werden.
  • Generell fördert die BAFA den Tausch einer Ölheizung mit einer zusätzlichen Austauschprämie in Höhe von 10%.
  • Die Heizungsanlage, die ausgetauscht werden soll, muss seit mindestens 2 Jahren in Betrieb sein.
  • Heigeräte, die der Austauschpflicht nach EnEV unterliegen (Gas- oder Öl-Brennwertgeräte älter als 30 Jahre), sind nicht förderfähig.

Heizung im Neubau

  • Eine Förderung in Neubauten ist bei Gas-Brennwert-Systemen nicht möglich.
  • Heizen mit erneuerbaren Energien, d.h. für Solar und Wärmepumpe wird vom Staat gefördert.

Voraussetzungen für die BAFA-Förderung

Voraussetzung für die BAFA-Förderung ist, dass die technischen Anforderungen für die jeweilige Art des Wärmeerzeugers erfüllt sind. Je nach Anforderung muss das Heizgerät zertifiziert und als förderfähige Anlage gelistet sein. Die Listen sind auf der Webseite des BAFA zu finden. Für die Bafa-Förderung einer Heizungsmodernisierung im Bestand muss die Heizung 2 Jahre im Betrieb sein. Zu den Anforderungen gehört immer auch der hydraulische Abgleich des Heizsystems. Erdgas ist nur im Altbau förderfähig.

Die BAFA-Förderung bei Heizungssanierung und Heizungstausch gilt nur für Wärmeerzeuger, die nicht unter Austauschpflicht laut EnEV fallen. Das gilt auch für den Austauschbonus bei Ersatz einer alten Ölheizung. Prüfen Sie daher genau, bis wann Sie diese Vorteile noch nutzen können! Im Neubau ist für die BAFA-Förderung der Heizung das Erfüllen höherer Anforderungen an die Energieeffizienz nötig. Der Antrag ist vor Beginn der Maßnahme zu stellen. Dann haben Sie 12 Monate Zeit, die Maßnahme umzusetzen.

Hohe Förderung für Heizungen mit erneuerbarer Energie

Das BAFA fördert vor allem umweltfreundliche Heiztechniken, die mit erneuerbarer Energien arbeiten. Dazu zählen Biomasseheizungen, Solaranlagen , Wärmepumpen und KWK-Anlagen. Bestandsgebäude erhalten die höchste Förderung für Heizung.

Im Neubau werden vor allem Solarthermieanlagen, je nach Kollektorart, mit 30 % der förderfähigen Kosten gefördert.

Wärmepumpen als beste Alternative zur Nutzung erneuerbarer Energien werden mit 35% der förderfähigen Kosten vom Staat bezuschusst. Voraussetzung ist in beiden Fällen die Einhaltung der technischen Mindestanforderungen.

In Bestandsgebäude bzw. für den Heizungsaustausch Gebäuden werden Wärmepumpe, die eine Ölheizung ersetzen, sogar mit insgesamt 45% der förderfähigen Kosten gefördert. Der Fördersatz setzt sich aus 35 % für die Wärmepumpe und aus 10 % Austauschprämie für die Ölheizung zusammen. Voraussetzung für die Förderung ist generell, dass das bislang eingesetzte Heizsystem mindestens 2 Jahre in Betrieb genommen wurde.

Heizungsförderung in der Modernisierung von der BAFA

Bei Bestandsgebäuden mit Bauantrag vor dem 01.02.2002 und einer Heizung, die seit mindestens 2 Jahren im Betrieb ist, sind die Fördermöglichkeiten wesentlich breiter. Besonders zu erwähnen ist die Möglichkeit, eine Gas-Brennwertheizung fördern zu lassen, wenn sie mit erneuerbarer Energie kombiniert ist: Als Gas-Brennwertheizung Renewable Ready oder Gas-Hybridheizung .

Mit welchen Fördersätzen Sie für Ihre neue Heizung bei der Sanierung bzw. der Modernisierung rechnen können, erfahren Sie in der nachfolgenden Tabelle. Generell gilt: sofern Sie eine Ölheizung austauschen, erhalten Sie zusätzlich 10% Förderung als "Austauschprämie".

Die Fördersätze verstehen sich als Förderhöchstgrenze und beziehen sich auf die förderfähigen Kosten für die beantragte Maßnahme.

Art der Heizungsanlage, die verbaut wird
Solarthermieanlage
Wärmepumpe
Erneuerbare Energien Hybridheizung (EE-Hybride), z.B. Kombination einer Solarthermieanlage und/oder Wärmepumpe
Gas-Hybridheizung
mit erneuerbarer Wärmeerzeugung (z.B. Solar oder Wärmepumpe)
Gas-Hybridheizung mit nachgelagertem Einbau der erneuerbaren Wärmeerzeugung
(= Renewable Ready)
Fördersatz der BAFA
30%
35%
35%
30%
20%
Fördersatz mit Austausch der Ölheizung
30%
45%
45%
40%

Heizungsförderung im Neubau von der BAFA

Für alle Förderungsarten gelten ab 2020 einheitliche Voraussetzungen. Im Neubau wird Förderung der Heizung ausschließlich für erneuerbare Energien gewährt. Mit welchen Fördersätzen Sie für Ihre neue Heizung im Neubau rechnen können, erfahren Sie in der nachfolgenden Tabelle.

Die Fördersätze verstehen sich als Förderhöchstgrenze und beziehen sich auf die förderfähigen Kosten für die beantragte Maßnahme.

Art der Heizungsanlage, die neu eingebaut werden soll
Solarthermieanlage
Wärmepumpe
Erneuerbare Energien Hybridheizung (EE-Hybride), z.B. Kombination einer Solarthermieanlage und/oder Wärmepumpe
Gas-Hybridheizung
mit nachgelagertem Einbau der erneuerbaren Wärmeerzeugung
(= Renewable Ready)
Gas-Hybridheizung
mit erneuerbarer Wärmeerzeugung (z.B. Solar oder Wärmepumpe)
Fördersatz
30%
35%
35%
keine Förderung im Neubau
keine Förderung im Neubau

Die Förderung für Ölheizungen und reine Gas-Brennwertanlagen wird vollständig eingestellt. Dafür erhalten Betreiber alter Ölheizungen, die noch nicht unter die Austauschpflicht gemäß EnEV fallen, zusätzlich 10% der förderfähigen Kosten als Austauschbonus.

Damit sind bis zu 45 Prozent der gesamten förderfähigen Kosten als Fördermittel möglich.

Zu den förderfähigen Kosten zählen alle Ausgaben, die zur Durchführung des Vorhabens notwendig sind: Anschaffung, Montage und Installation des Wärmeerzeugers, Regelungstechnik, Wärmeverteilung, Warmwasser und Umfeldmaßnahmen wie die Einrichtung oder der Umbau eines Technikraums.

Angebote der KfW für die Heizungsförderung

Informieren Sie sich hier über die Kredite und Investitionsförderungen durch die KfW. Interessant: diese lassen sich zum Teil auch mit der BAFA-Förderung kombinieren.

Zur KfW Förderung

Gas-Brennwertheizung "Renewable Ready" oder Gas-Hybridheizung

Gas-Brennwertheizung "Renewable Ready": Das Gas-Brennwert-Heizsystem muss beim Einbau auf die zusätzliche Einbindung erneuerbarer Energien (Solar, Wärmepumpe oder Biomasse) vorbereitet sein. Dies muss innerhalb von 2 Jahren nach Inbetriebnahme erfolgen. Voraussetzungen:

  • Hydraulischer Abgleich
  • Hybridfähige Steuerungs- und Regelungstechnik (zum Beispiel Systemregler CR400 )
  • Speicher für die Wärme aus erneuerbaren Energien

Gas-Hybridheizung: Das Heizsystem muss die Gas-Brennwerttechnik mit einer Solaranlage oder Wärmepumpe kombinieren. Voraussetzungen:

  • Hydraulischer Abgleich
  • Gemeinsame Steuerung der beiden Wärmeerzeuger
  • die regenerative Technologie muss mind. 25% der Heizlast des Gebäudes abdecken.

Empfehlung: Setzen Sie bei der Modernisierung auf den Einbau einer Gas-Hybridheizung statt einer Gas-Brennwertheizung "Renewable Ready". Durch den sofortigen Austausch gegen eine Gas-Hybridheizung erfolgt eine 30%-ige Förderung auf die gesamte förderfähige Anlage, inklusive auf den erneuerbaren Wärmeerzeuger (Solar oder Wärmepumpe).

Häufig gestellte Fragen zur Heizungsförderung

Wer einen Heizungstausch plant, erhält ab 01.01.2020 einen Zuschuss in Höhe von 20 bis 35%. Beim Tausch einer Ölheizung legt der Staat in Form einer Austauschprämie nochmal 10% oben drauf. Je nach Heizungstausch und Einzelmaßnahmen (z.B. Gebäudesanierung) ist so mit einer Gesamtförderung von bis zu 45% auf die Installateursrechnung für die Heizung zu rechnen.

Die Höchstförderung für eine neue Heizung ergibt sich beim Tausch eines alten Ölkessels gegen eine neue Heizung, die erneuerbare Energien nutzt. Hier werden 45% der förderfähigen Kosten bezuschusst. Der Heizungstausch von einem Ölkessel gegen eine Wärmepumpe kann so ca. 9.000 Euro Förderung ergeben (bei Kosten i.H.v. 20.000 Euro).

Nein, Ölheizungen werden nicht gefördert. Es besteht sogar ein Einbauverbot für neue Ölheizungen an den meisten Standorten ab 2026. Ab sofort wird der Ölheizungstausch gegen eine Heizung, die erneuerbare Energien nutzt, sogar mit einer Austauschprämie in Höhe von 10% gefördert.

Neben der neuen Heizung werden auch Einzelmaßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz und zum Heizen mit erneuerbaren Energien steuerlich gefördert. Das kann z.B. der Einbau neuer Fenster oder die Dämmung der äußeren Hauswände sein. Die Kosten der Maßnahmen können mit bis zu 20% über drei Jahre in Abzug gebracht werden. Möglich wäre damit eine Gesamtförderung von 40.000 Euro.

Der Antrag für die Förderung muss zwingend vor Beginn der Heizungsmodernisierung oder des Bauvorhabens bei der Bafa eingereicht werden.

Seit Jahresbeginn 2020 wird die staatliche Heizungsförderung für Einzelmaßnahmen nahezu komplett vom BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhr-kontrolle) und im Rahmen des Marktanreizprogramms (MAP) übernommen. Für die richtige Hilfe durch den "Förderdschungel" und damit bei der Förderbeantragung nichts schief geht, können auch Experten hinzugezogen werden. Informieren Sie sich daher einfach über den Bosch Förderservice.

Neue Heizung nachhaltig planen und doppelt profitieren

Bei der Wahl einer konkreten Heizungslösung stehen dann sehr viele Möglichkeiten zu Auswahl: Der einfache Kesseltausch mit Umstieg auf eine Gas-Hybridheizung. Die Einbindung einer Solaranlage . Der Umstieg auf verschiedene Formen der Biomasse. Oder die Installation einer Wärmepumpe als beste Alternative zur Nutzung erneuerbarer Energie. Eine gut geplante Anlage können Sie lange nutzen. Wenn Sie auf den richtigen Energieträger setzen, genießen Sie dauerhaft niedrige Heizkosten. Dafür muss das Gesamtsystem auf das Gebäude und den Bedarf abgestimmt sein. Auch die Planung für Warmwasserbereitung muss nachhaltig sein.

Welche Lösung für Sie die Richtige ist und welche Fördermittel Sie beantragen können, hängt von zwei Faktoren ab: Von der Immobilie und von der Art und dem Zustand der aktuellen Installation!

Diese Faktoren berücksichtigt ein erfahrener Energieeffizienzexperte und spricht dann auf Basis konkreter Berechnungen seine Empfehlung für das optimale Maßnahmenpaket aus. Die Energieberatung ist verpflichtend, um überhaupt die Förderung für eine neue Heizung genehmigt zu bekommen. Der Energieberater unterstützt bei der komplexen Antragstellung und der Beschaffung der notwendigen Unterlagen und sollte unbedingt hinzugezogen werden.

Gut zu wissen: Beim Bosch Förderservice ist die Beratung durch einen Energieberater bereits enthalten.

Das Bosch Förderversprechen für garantierte Mindestförderung

Bosch unterstützt Sie mit dem Förderservice bei der Beantragung und Nachweis-Einreichung. Zusätzlich garantieren wir Ihnen bis zu 5.000 € Mindestförderung auf Bosch Heizsysteme unter bestimmten Voraussetzungen. Einfach mehr erfahren.

Zum Bosch Förderservice