Eine alte Gasheizung erneuern: für Komfort und Kostenersparnis

Für den Wunsch oder die Notwendigkeit zum Erneuern einer Gasheizung kann es mehrere Gründe geben. Finden Sie heraus, was die Anzeichen für eine anstehende Erneuerung sein können – und welche Vorteile eine neue Gasheizung mit Brennwerttechnik bietet. Wir geben Ihnen einen Überblick über die Kosten und Hinweise, was bei einer Erneuerung zu erwarten ist. Lassen Sie sich von Bosch mit Beratung und attraktiven Angeboten auf dem Weg zu Ihrer neuen Gasheizung begleiten!

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Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Erneuern einer Gasheizung?

Bei Überlegungen zur Erneuerung einer Gasheizung sind Fragen nach der Notwendigkeit und dem richtigen Zeitpunkt naheliegend – und auch, ob es möglicherweise eine Pflicht zur Modernisierung gibt. Laut Gebäudeenergiegesetz (GEG) müssen grundsätzlich Öl- und Gaskessel erneuert werden, die 4 bis 400 kW Heizleistung haben und älter als 30 Jahre sind.

Anhand einiger weiterer Kriterien erkennen Sie, wann es sinnvoll ist, Ihre Gasheizung zu erneuern:

  • Alter von Gasheizung und Technik: Sind Geräte über 15 Jahre alt, ist die Funktion und Effizienz oft nicht mehr zeitgemäß.
  • Dauerhaft zu hoher Gasverbrauch und Heizkosten weisen auf eine notwendige Erneuerung hin.
  • Ab sofort sind Abgaben für CO2-Emissionen zu entrichten. Eine neue Gasbrennwertheizung ist sparsamer und kann diese Kosten senken.
  • Ist die Heizung störungsanfällig und sinkt der Komfort, sind das oft Anzeichen für eine notwendige Modernisierung.
  • Wenn Sie künftig zusätzlich Solarthermie nutzen möchten, kann ein neues Gerät erforderlich sein. Dasselbe gilt für die Umstellung von H-Gas auf L-Gas. Alte Heizgeräte sind häufig kaum anpassungsfähig.
Steht der Heizungstausch bevor, stellt sich eine weitere wichtige Frage: Soll die alte Gasheizung erneuert oder direkt der Energieträger gewechselt werden?

Viele Hausbesitzer möchten dabei die Chance nutzen, auf erneuerbare Energien umzusteigen. Das ist ökologisch sinnvoll, in vielen Fällen sind aber regenerative Quellen in der Anschaffung teurer als eine neue Gasheizung.

Die Gegenüberstellung der Anschaffungskosten verschiedener Energieträger ermöglicht einen einfachen Vergleich:

  • Gasheizung: von ca. 4.300 bis 19.300 Euro
  • Ölheizung: von ca. 6.500 bis 17.000 Euro
  • Wärmepumpe: von ca. 10.000 bis 25.000 Euro
Es zeigt sich: Die reinen Anschaffungskosten sind für Wärmepumpen deutlich höher als für Geräte, die fossile Brennstoffe nutzen. Dem gegenüber stehen die attraktiven Fördermöglichkeiten für Heizungssysteme, die auf erneuerbaren Energien basieren oder diese integrieren. Ein typisches Beispiel hierfür ist die Gas-Hybridheizung.

Praxisbeispiel von Bosch

Im Zuge der Sanierung eines alten Bauernhauses wurde eine neue Gasbrennwerttherme installiert, mit solarer Unterstützung durch fünf Flachkollektoren.

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Sie können Ihre neue Gasheizung zudem mit Solar erneuern. Das ist eine Möglichkeit, um mit geringem Aufwand wirkungsvoll die Energieeffizienz zu steigern und mit erneuerbaren Energien die Heizkosten zu senken. Auch wenn Sie eine bestehende Gasheizung erneuern, sollten Sie daher diesen Aspekt nicht ungeprüft lassen.

Den Einspareffekt verdeutlicht eine Beispielrechnung mit einem typischen Altbau mit einer Wohnfläche von ca. 150 qm und vier bis sechs Personen: Hier lassen sich durch eine Solarthermieanlage mit Heizungsunterstützung Ersparnisse von bis zu 30 % bei den Verbrauchskosten der Heizung erzielen. Eine typische Amortisationszeit beträgt acht bis zehn Jahre.

Profitieren Sie von weiteren Vorteilen einer neuen Gasheizung:

  • Eine neue Gasheizung lässt sich komfortabler bedienen.
  • Neue Gasthermen und Gaskessel haben ein attraktives Design und können wandhängend oder bodenstehend installiert werden.
  • Die Heiztechnik ist in einem modernen Gerät kompakt zusammengeführt – für deutliche Platzersparnis.

Praxisbeispiel von Bosch: Sehen Sie im Video die Umrüstung von Heizwert- auf Brennwerttechnik in einem denkmalgeschützten Gebäude.

Vor- und Nachteile einer Gasheizung im Überblick

Geht es Ihnen um die allgemeine Entscheidung, ob Sie Ihre alte Gasheizung erneuern oder sich für einen anderen Energieträger entscheiden wollen, gibt Ihnen die folgende Tabelle wichtige Argumente pro und contra Gasheizung.

Pro Gasheizung

  • Niedrige Anschaffungskosten
  • Effiziente Brennwerttechnik
  • Niedrige Betriebskosten
  • Kompakte Anlage – kein Tank nötig
  • Als Gas-Hybridheizung förderfähig
  • Hohe Spareffekte bei Ergänzung durch Solarthermie

Contra Gasheizung

  • Netzanschluss ist Voraussetzung
  • Importabhängiger Brennstoff
  • Fossiler Energieträger mit CO2-Emissionen
  • Langfristig steigende Preisprognose

Kosten und Förderung einer neuen Gasheizung

Wenn Sie Ihre alte Gasheizung behalten und erneuern, profitieren Sie von der bereits vorhandenen Infrastruktur. Sie müssen lediglich Anschlüsse und Schornstein erneuern, um sie auf Gasbrennwerttechnik anzupassen. Das sorgt für geringe Kosten beim Einbau.

Kostenpunkte
Gastherme
Gaskessel
Warmwasserspeicher (optional)
Zubehör wie Pumpen etc. (optional)
Schornsteinsanierung oder neue Abgasführung
Einbau
Gesamtkosten
Kosten
ab ca. 3.500 EUR
ab ca. 5.100 EUR
ca. 1.400 bis 6.000 EUR
ca. 500 EUR
ca. 800 bis 2.500 EUR
ca. 500 bis 2.500 EUR
ca. 4.800 bis 19.300 EUR

Für Ihre neue Gasheizung können Sie mit einer gewissen Preisspanne zwischen den Geräten rechnen. Beispielsweise ist eine wandhängende Gas-Kombitherme ohne externen Warmwasserspeicher erhältlich ab ca. 4.800 Euro. Ein neuer Gasheizkessel inklusive zusätzlichem Speicher für hohen Warmwasserkomfort beginnt preislich bei etwa 8.400 Euro. Möchten Sie Solarenergie anbinden, so kommen etwa 10.000 Euro für die Solaranlage hinzu.

Mehr zu den Kosten einer Gasheizung

Wenn Sie Ihre Gasbrennwertheizung mit erneuerbaren Energien kombinieren, ist eine attraktive staatliche Förderung möglich. Sie können entweder Ihre vorhandene Gasheizung im Altbau als „Einzelmaßnahme“ erneuern – oder im Zuge einer Haussanierung oder auch eines Neubaus den „Effizienzhaus-Standard“ gemäß BEG (Bundesförderung für effiziente Gebäude) anstreben. Das BEG löst die früheren Förderprogramme der KfW und des BAFA ab. Wer aus verschiedenen Gründen keine staatliche Förderung erhält, kann die Heizungserneuerung stattdessen steuerlich absetzen.

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Was gibt es beim Erneuern zu beachten?

Auch, wenn Sie nur einen alten gegen einen neuen Gaskessel austauschen, sind einige Details zu beachten:

  • Schornsteinsanierung: Für den erstmaligen Einsatz von Brennwerttechnik ist eine angepasste Abgasführung unumgänglich. Sie bietet baulichen Schutz vor Durchfeuchtung des Mauerwerks.
  • Dimensionierung der Heizung: Der Heizungstausch ist auch der richtige Moment, um die Leistung des Kessels ideal auf den Bedarf abzustimmen. Alte Heizkessel sind sehr oft zu groß gewählt und laufen damit permanent unwirtschaftlich. Die bedarfsgerechte Planung gelingt mithilfe zertifizierter Heizungsinstallateure.
  • Hydraulischer Abgleich: Beim Erneuern der Gasheizung sollten Sie darauf achten, auch das Gesamtsystem zu optimieren. Ein hydraulischer Abgleich gehört unbedingt dazu und ist auch Voraussetzung für den Erhalt von Fördermitteln. Ineffiziente Komponenten (Heizungspumpe, etc.) sollten Sie ebenfalls austauschen lassen, um den Spareffekt zu maximieren.
  • Immobiliensituation: In einem Einfamilienhaus oder Zweifamilienhaus können Sie einfach Ihre Gasheizung auf Brennwerttechnik erneuern. In einem Reihenhaus oder einem Mehrfamilienhaus können Sie hingegen nicht zwischen den Wohneinheiten unterscheiden: Die Heizungserneuerung auf Brennwert ist nur für die gesamte Anlage möglich.

  • Erweiterbares System: Nutzen Sie die Chance, sich flexibel für die Zukunft zu rüsten, wenn Sie Ihre Gasheizung erneuern! Kaufen Sie daher eine neue Gasheizung, die ein offenes und erweiterbares System bereitstellt. Dieses kann später problemlos mit verschiedenen Komponenten wie Smart Home oder Solar ergänzt werden.
  • Warmwasserkomfort: Eine neue Gasheizung können Sie von Beginn an auf Ihren gewünschten Warmwasserkomfort einstellen. Vor allem Geräte mit einem externen Warmwasserspeicher bieten Ihnen hierfür viele Möglichkeiten.

Bosch Tipp: Die neue Gasbrennwerttechnik funktioniert optimal mit einer smarten Heizungsregelung. Das intelligente Steuerungssystem sorgt für eine ideale Ausnutzung der effizienten Heiztechnik. Erneuern Sie daher auch gleich Ihre alten Heizkörperthermostate.

Eine Gasheizung mit Bosch erneuern – so geht’s

Installateur berät ein junges Paar zum Erneuern ihrer Gasheizung

Sie haben sich entschieden und wollen Ihre Gasheizung erneuern? Dann unterstützen wir von Bosch Sie mit verschiedenen Angeboten. Etwa mit der Suche nach einem Heizungsinstallateur. Denn er ist Ihr wichtigster Ansprechpartner für die Modernisierung – von der Beratung über die Montage bis zu Inbetriebnahme und Wartung.

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FAQ zum Thema Gasheizung erneuern

Sie treffen eine gute Wahl, wenn Sie sich für eine Gasheizung entscheiden, die technisch auf dem neuesten Stand ist: mit Brennwerttechnik und beispielsweise einem offenen System, das die Anbindung erneuerbarer Energien oder einer Smart-Home-Technologie ermöglicht.

Die durchschnittliche Lebensdauer einer Gasheizung beträgt etwa 15 bis 20 Jahre. Spätestens dann sollte ein Heizungsinstallateur begutachten, ob eine Erneuerung ansteht.

Wenn Sie Ihre Gasbrennwertheizung mit erneuerbaren Energien wie beispielsweise einer Solaranlage oder einer Wärmepumpe verbinden, ist die Rede von einer Gas-Hybridheizung. Sie ist u.a. die Voraussetzung, um eine staatliche Förderung erhalten zu können.

Ja, dann handelt es sich um eine Gas-Hybrid-Wärmepumpe. Wärmepumpen gehören zu den erneuerbaren Energien und nutzen natürliche Energiequellen wie Erdwärme, Luft oder Wasser. Bei einer Gas-Hybrid-Wärmepumpe ist die Gasheizung der Garant für verlässliche Wärmeerzeugung. Dieses System ist deutlich anspruchsvoller in der Installation als eine Gas-Hybridheizung mit Solar.

Ja, wenn es sich um eine Warmwasser-basierende Fußbodenheizung handelt. Gemeinsam mit einer neuen Gasbrennwertheizung erhöht sich der Wirkungsgrad dieser Flächenheizung sogar deutlich.