Das Gebäudeenergiegesetz (GEG)

Im Rahmen des Klimaschutzprogramms 2030 verfolgt die Bundesregierung das Ziel, den Ausstoß an Treibhausgasen stark zu reduzieren. Gegenüber dem Jahr 1990 sollen die Werte bis zum Jahr 2030 um 55 Prozent gesenkt werden, bis ins Jahr 2050 sogar um 80-95 Prozent. Um langfristig einen klimaneutralen Gebäudebestand zu erreichen, benötigen wir energieeffiziente Gebäude und erneuerbare Energien im Wärmeverbrauch. Zu Beginn des Jahres haben wir bereits über das Klimapaket: Heizung, Haus & Wohnen und die Förderung und Finanzierung berichtet. Durch eine Zusammenlegung der Gesetzesgrundlagen inklusive Anpassungen der energetischen Anforderungen soll dies nun vereinfacht werden.

Die wichtigsten Fakten und Änderungen

Grundsätzlich kommt es mit der Einführung der neuen Gesetzesgrundlage zu keinen großen Änderungen, hier wurden lediglich sinnvolle Erweiterungen implementiert. Beispielsweise sind Bauherren in Zukunft dazu verpflichtet, mindestens eine Form erneuerbarer Energien in ihrem Neubau zu nutzen. Die wichtigsten Anpassungen haben wir hier für Sie übersichtlich zusammengefasst.

Durch PV Strom kann die primärenergetische Bewertung durch direkte Deckung des Heizenergiebedarfs und zusätzlich durch einen pauschalen Anteil verbessert werden. So kann er Primärenergiebedarf im Neubau um bis zu 30% durch PV reduziert werden, mit einem Batteriespeicher um bis zu 45%.

Der Mindestanteil regenerativer Energien zur Deckung der Heizlast im Neubau gilt als erfüllt, wenn mindestens 15% der maximal zulässigen Transmissionswärmeverluste unterschritten werden. Der Primärenergiebedatf kann durch einen verbesserten Wärmeschutz minimiert werden.

Durch die Nutzung von Biogas kann der Primärenerigiefaktor für Gas um rund 1/3 gesenkt werden. Hierfür muss der Anteil von Biogas bei mindestens 50% liegen.

Ab 01.01.2026 dürfen keine neuen Ölkessel sowie Heizkessel, die mit festem Brennstoff beschickt werden, ohne den zusätzlichen Einsatz regenerativer Energien verbaut werden. Es bestehen allerdings Ausnahmen, die den Verbau von Ölheizungen weiterhin ermöglichen. So dürfen Ölkessel, welche regenerative Energien zur anteiligen Deckung des Wärmebedarfs nutzen, weiter verbaut werden. Diese Regelungen ergänzt die weiterhin bestehende Austauschpflicht nach 30 Jahren.

Aktueller Stand

Das neue Gebäudeenergiegesetz (GEG) wird zum 01.11.2020 in Kraft treten. Gleichzeitig wird zu diesem Zeitpunkt das Energieeinsparungsgesetz (EnEG), die bisherige Energieeinsparverordnung (EnEV) und das Erneuerbare-Energie-Wärmegesetz (EEWärmeG) außer Kraft treten.



Anforderungen an Energieeffizienz

Beim Thema Energieeffizienz sind der Primärenergiebedarf und der Transmissionswärmeverlust entscheidend.

Der Primärenergiebedarf bezeichnet die Energiemenge, welche zur Deckung des gesamten Endenergiebedarfs benötigt wird, worin auch die erforderliche Menge an Heizenergie enthalten ist, ebenso wie die Energiemenge aus „vorgelagerten Prozessen“, die z.B. der Gewinnung der eingesetzten Brennstoffe dienen. Anhand des Primärenergiebedarfes wird neben weiteren Faktoren auch die Höhe der CO2-Emissionen ermittelt. Hier spielt die Heiztechnik eine entscheidende Rolle.

Der Transmissionswärmeverlust stellt eine Kennziffer dar, die angibt, wie viel Wärme durch Bauteile/Bestandteile (z.B in Form von Wärmebrücken an Fenstern & Türen) eines Gebäudes aus diesem entweicht. Es wird somit der Wärmeverlust durch wärmeübertragende Flächen eines Gebäudes beschrieben. Der Transmissionswärmeverlust wird somit maßgeblich von der Dämmung des Gebäudes beeinflusst.

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Unsere Wärmepumpen erfüllen die Anforderungen des Gebäudeenergiegesetztes. Die Luftwärmepumpe übererfüllt beispielsweise den geforderten Anteil erneuerbarer Energien mit 100% EE.

In Kombination mit Solar, KWL, PV, Biogas oder einer verbesserten Gebäudehülle sind auch Systemlösungen mit Gas-Brennwert im Neubau eine weitere mögliche Lösung.

Bosch Wärmepumpenratgeber