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Klimaanlage nachrüsten: Ist das möglich?

Haben Sie es auch im Sommer gerne kühl, ist ein Klimagerät für Ihr Zuhause ein Muss. Gerade in einem Neubau lassen sich die Systeme hervorragend planen und in die Haustechnik integrieren. Doch auch in einem Bestandsgebäude können Sie eine Klimaanlage nachrüsten. Erfahren Sie bei Bosch, wie das möglich ist, mit welchen Kosten Sie rechnen müssen und welche Alternativen Sie haben.

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Worauf muss ich beim Nachrüsten einer Klimaanlage achten?

Planen Sie das Nachrüsten einer Klimaanlage in Ihrem Haus oder Ihrer Wohnung, sollten Sie sich vorab über einige Dinge im Klaren sein.

  • Benötigte Kühlleistung: Zunächst einmal müssen Sie in Erfahrung bringen, welche Kühlleistung Sie benötigen. Hierbei spielen vor allem die Raumgröße und -lage (Sonneneinstrahlung) eine wichtige Rolle. Dämmung und Verdunklungsmöglichkeiten (Vorhänge, Rollläden) sollten Sie bei diesen Überlegungen nicht vernachlässigen. Als Näherungswert sind etwa 40 Watt pro Kubikmeter zu kühlendem Raum angemessen. Ein 25 Quadratmeter großes Wohnzimmer mit einer Deckenhöhe von 2,5 Metern benötigt also eine Klimaanlage mit einer Leistung von 2,5 kW (25 qm x 2,5 m x 40 W = 2.500 W).

  • Anzahl der zu kühlenden Räume: Soll das ganze Haus gekühlt werden oder nur ein Raum? In ersterem Fall sollten Sie in der Regel eine Multisplit-Klimaanlage nachrüsten – wollen Sie nur einen Raum kühlen, reicht ein Singlesplit- oder Monoblockgerät. Mobile Klimaanlagen sind besonders günstig in der Anschaffung und flexibel im Einsatz, fest installierte in der Regel jedoch leistungsstärker. Zudem arbeiten letztere meist leiser und verbrauchen weniger Energie.

  • Nachrüstung einer Klimaanlage: Hier ist auch der bauliche Aufwand zu berücksichtigen. Je nach Beschaffenheit der Wände, der Raumaufteilung und anderen Faktoren ist das Nachrüsten mal mehr oder weniger einfach. Nicht immer ist die Kosten-Nutzen-Rechnung dann sinnvoll und es wäre besser, auf Alternativen wie Ventilatoren oder Luftkühler zurückzugreifen. Besprechen Sie dies am besten vorab mit einem Klimatechniker. Bautechnische Veränderungen in einer Mietwohnung müssen Sie zudem immer vom Vermieter genehmigen lassen, bevor Sie Ihr Vorhaben beginnen.

Wärmepumpe als Alternative

Haben Sie vor, im Zuge einer energetischen Sanierung eine Wärmepumpe in Ihr Haus einzubauen, können Sie diese auch als Klimaanlage nutzen. Ein Nachrüsten eines separaten Geräts ist dann nicht mehr nötig. Voraussetzung ist lediglich, dass die Wärmepumpe „reversibel“ ist – das bedeutet, die Fließrichtung des Kältemittelkreislaufs lässt sich umkehren. Dann wird die Wärme nicht mehr einer Umweltwärmequelle entnommen und dem Heizsystem zugeführt, sondern den Räumen entzogen und nach außen transportiert.

Auch wenn Sie bereits eine Wärmepumpe besitzen, können Sie diese gegebenenfalls um eine Kühlfunktion ergänzen – hierfür sind nur ein zweites Expansionsventil und ein Vier-Wege-Ventil nötig. Informieren Sie sich in diesem Fall vorab, ob Sie Ihre Wärmepumpe nachrüsten können und ob dies nicht vielleicht eine günstigere Alternative zur Anschaffung einer separaten Klimaanlage darstellt.

Zudem werden attraktive Förderungen für Wärmepumpen angeboten, wie z. B. Förderkredite mit Tilgungszuschuss, die Ihnen einen Teil des finanziellen Aufwands abnehmen bzw. erstatten. Die genaue Höhe von einem möglichen Kredit und Zuschuss hängt dabei vom Vorhaben selbst sowie dem Gesamtumfang der energetischen Sanierungs- bzw. Modernisierungsmaßnahmen ab.

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Wo kann ich überall eine Klimaanlage nachrüsten?

Im Prinzip können Sie überall eine Klimaanlage nachrüsten, ob Dachgeschoss oder normaler Wohnraum, Einfamilienhaus oder Wohnung, sogar in Mehrfamilienhäusern. Doch nicht immer ist dies ohne Weiteres möglich. Hier eine kurze Zusammenfassung, worauf Sie zu achten haben:

  • Einfamilienhaus: Am „einfachsten“ ist es, wenn Sie eine Klimaanlage in Ihrem eigenen Haus nachrüsten. Gehört die Immobilie Ihnen, steht es Ihnen schließlich frei, was Sie damit machen und welche Umbauvorhaben Sie in die Tat umsetzen. Neben der Wahl des passenden Gerätes und den anderen vorab erwähnten Überlegungen müssen Sie also nichts beachten.

  • Mehrfamilienhaus: Planen Sie das Nachrüsten einer Klimaanlage in Ihrer Eigentumswohnung, ist dies nicht ohne Weiteres möglich. Bevor die Installation eines Klimasystems mit Außengerät in die Tat umgesetzt werden kann, muss die Wohnungseigentümergemeinschaft dem Vorhaben mit einfacher Mehrheit zustimmen. Reichen Sie hierfür einen Beschlussantrag bei der nächsten Eigentümerversammlung ein.

  • Mietwohnung: Wohnen Sie zur Miete und möchten eine fest installierte Klimaanlage in Ihrer Wohnung nachrüsten, müssen Sie dies unbedingt mit dem Vermieter absprechen und auf dessen Zustimmung warten. Eventuell bedarf es sogar einer Baugenehmigung. Zudem muss die Wartung der Klimaanlage vertraglich geregelt werden. Ein mobiles Gerät ohne Installation können Sie sich jedoch jederzeit, auch ohne Rücksprache mit dem Vermieter, anschaffen.

Klimaanlagen von Bosch

Split-Klimagerät Climate 6000i

Verschiedene Komfortfunktionen und gute Energieeffizienz

  • 1-2-3-5h Off-Timer schaltet das Gerät nach der vorgewählten Zeit ab
  • Im Dry Mode werden Ihre Räume entfeuchtet
  • Im Eco Mode arbeitet das Gerät mit einem niedrigeren Stromverbrauch als üblich und senkt Ihren Energieverbrauch
Zur Climate 6000i

Split-Klimagerät Climate 8000i

Split-Klimagerät mit hohem Wirkungsgrad und bester Energieeffizienz

  • Einfache Reinigung durch spezielle Bauweise und waschbare Teile
  • Plasmacluster Prinzip sorgt für reine Luft
  • Coanda Effekt garantiert einen kontrollierten Luftstrom
  • Im Eco Mode arbeitet das Gerät mit einem niedrigeren Stromverbrauch als üblich und senkt Ihren Energieverbrauch
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Split-Klimagerät Climate 9000i

Premium Split-Klimagerät in edlem Bosch Design für Ihr Zuhause

  • Extra breiter Luftstrom bis in alle Ecken (Ultra Wide Air Flow)
  • Plasmacluster Prinzip sorgt für reine Luft
  • Intelligenter Bewegungssensor (Intelligent Eye)
  • Coanda Effekt garantiert einen kontrollierten Luftstrom
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Climate 5000 MS (Außeneinheit)

Große Vielfalt an individuellen Inneneinheiten, die sich perfekt in Ihren Wohnraum einfügen lassen

  • Verschiedene Inneneinheiten mit einer Auswahl von Kassetten- und Wandausführungen
  • Niedrige Schallleistungspegel
  • Großer Betriebstemperaturbereich (Kühlen/Heizen): -15 +50 / -15 +24 °C
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Climate 5000 MS (wandhängende Inneneinheit)

  • Modelle mit 2,0 kW, 2,6 kW, 3,5 kW und 5,3 kW
  • Follow Me Funktion
  • Kompakt und leise
  • Fernbedienung inbegriffen
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Climate 5000 MS (Deckenkassette)

  • Modelle mit 2,0 kW, 2,6 kW, 3,5 kW und 5,3 kW
  • Timer (on/off)
  • Kompakt und leise
  • Inklusive Infrarot-Fernbedienung
Zur Climate 5000 MS

Was kostet eine Klimaanlage zum Nachrüsten?

Die Kosten für das Nachrüsten einer Klimaanlage können je nach Gerätetyp, Leistung, Zusatzfunktionen und Installationsaufwand stark variieren.

  • Die günstigste Wahl sind hierbei einfache mobile Geräte mit Abluftschlauch: Diese erhalten Sie bereits für etwa 100 bis 500 Euro, mit einigen hochwertigen Ausnahmen, die bis zu 800 Euro kosten können.
  • Ein fest installiertes Splitgerät kostet hingegen bei der Nachrüstung deutlich mehr. Hier müssen Sie bereits mit 600 bis 2.000 Euro rechnen.
  • Bei einer Multisplit-Klimaanlage kommen, zusätzlich zu den ca. 2.000 Euro Anschaffungskosten, pro zusätzlicher Inneneinheit noch einmal 1.500 Euro hinzu.
  • Die Installationskosten bei fest verbauten Systemen schlagen beim nachträglichen Einbau von Splitgeräten mit etwa 1.300 bis 2.000 Euro, und bei Multisplit-Klimaanlagen mit etwa 2.000 bis 3.500 Euro, zu Buche. Die Betriebskosten belaufen sich bei mobilen Monoblocks auf etwa 24 Cent die Stunde, bei effizienteren Split-Ausführungen sind es nur rund 17 Cent pro Stunde.

Dient das Klimasystem der Verbesserung des energetischen Standards Ihres Hauses oder Ihrer Wohnung, können Sie sich die Anschaffung und Installation gegebenenfalls staatlich bezuschussen lassen. Erfahren Sie mehr bei Bosch über die Förderung von Klimaanlagen .


Die Kosten von Klimaanlagen in der Übersicht

Anschaffung
100 – 800 Euro
600 – 2.000 Euro
ca. 2.000 Euro + 300 Euro pro weiterer Inneneinheit
Installation und Inbetriebnahme
1.300 – 2.700 Euro
ca. 2.000 – 3.500 Euro
Betriebskosten pro Stunde
ca. 24 Cent
ca. 17 Cent
ca. 17 Cent pro Inneneinheit
Jährliche Betriebskosten (500 Betriebsstunden)
ca. 120 Euro
ca. 85 Euro
ca. 85 Euro pro Inneneinheit

Kann ich meine Klimaanlage per App steuern?

Das Nachrüsten einer Klimaanlage in ein Smart Home ist besonders praktisch, erhöht den Wohnkomfort noch einmal zusätzlich und kann darüber hinaus durch eine intelligente Steuerung den Energieverbrauch senken. Hersteller bieten in diesem Fall für die ferngesteuerte Bedienung Smartphone-Apps, wie zum Beispiel die Bosch HomeCom Easy App. Laden Sie sich die Anwendung einfach auf Ihr Handy und verbinden Sie es mit dem Klimasystem oder der „Schaltzentrale“ Ihres smarten Zuhauses. Nun können Sie über das Programm die Kühlleistung der Anlage anpassen, Stromverbrauch und andere Parameter prüfen und sogar Zeitfenster für den Betrieb einrichten. Gerade letzteres ist enorm vorteilhaft: Anstatt die Klimaanlage den ganzen Tag laufen zu lassen, aktivieren Sie diese einfach etwa eine halbe Stunde bevor Sie von der Arbeit oder dem Einkaufen heimkommen. Auf diese Weise erwarten Sie herrlich gekühlte Räume ohne unnötigen Verbrauch während Ihrer Abwesenheit.

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FAQ Modul zum Thema Klimaanlage nachrüsten

Sämtliche Komponenten für das Nachrüsten einer Klimaanlage werden beim Kauf mitgeliefert, hierzu zählen zum Beispiel Rohrleitungen, Verbindungen und Kältemittel. Die Installation sollte jedoch je nach Aufwand ein Fachmann übernehmen – mobile Anlagen können Sie hingegen in der Regel selbst aufstellen, den Abluftschlauch verlegen und das System in Betrieb nehmen. Weiteres Zubehör, das eventuell benötigt wird, ist etwa zusätzliches Kältemittel, das etwa alle zwei bis vier Jahre nachgefüllt werden muss, sowie Reinigungsutensilien für die Filter. Das Nachfüllen des Kältemittels lassen Sie am besten von einem Fachmann durchführen, da Laien hierbei teure Fehler machen können. Die Reinigung bestimmter, leicht entnehmbarer Komponenten können Sie hingegen selbst übernehmen.

Können Sie aus baulichen, rechtlichen oder finanziellen Gründen keine Klimaanlage nachrüsten, haben Sie immer noch die Möglichkeit, auf andere, wenngleich weniger effiziente Möglichkeiten der Raumkühlung zurückzugreifen. Die klassischste Methode ist hierbei der Ventilator, welcher an heißen Tagen durch seinen Luftzug ebenfalls etwas Linderung verschafft. Eine etwas effizientere Option bietet ein Luftkühler, welcher nach dem Prinzip der Wasserverdunstung arbeitet und sich außerdem auch bedingt als Luftbefeuchter einsetzen lässt.

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