Ölheizung: Kosten, Förderung und Tipps zum Kauf

Was spricht für eine Ölheizung?

Die Ölheizung genießt nicht unbedingt den besten Ruf. Für den ineffizienten Altbestand, teilweise noch mit Konstanttemperaturtechnik, trifft die Einstufung als Klimasünder in der Regel auch zu. Und auch eine Niedertemperaturheizung entlässt viel Heizwärme durch den Schornstein und erzeugt unnötig hohe CO2- und Schadstoffemissionen.
Anders sieht das bei moderner Brennwerttechnik aus. Diese nutzt jeden Liter Heizöl maximal aus und stößt durch sehr saubere Verbrennung auch wenig Schadstoffe aus.

Wenn Sie einen alten Ölkessel austauschen und auf Brennwerttechnik umsteigen, lässt sich mit relativ wenig Aufwand die Heizung modernisieren und die Effizienz deutlich steigern. Dann können Sie die robuste und bewährte Technik weiter nutzen, bis der richtige Zeitpunkt für den Umstieg auf erneuerbare Energie gekommen ist. Die Ölheizung sollte daher auch aus ökologischen Gründen noch lange nicht zum alten Eisen gezählt werden.

Anschaffungs- und Installationskosten einer Ölheizung

Bei den Kosten für die Sanierung einer Ölheizung spielt der Kauf des Kessels die wichtigste Rolle. Es gibt aber mit Posten wie Montage und Schornsteinsanierung noch weitere Punkte, die am Ende die Gesamtrechnung höher ausfallen lassen, als die Zahl, die auf dem Preisschild steht. Hier finden Sie die Kosten für das Komplettpaket:

Notwendige Kosten
Ölkessel
Montage und Installation
Zubehör
Schornsteinsanierung
Summe Gesamtpaket
Optionale Zusatzkosten
Öltank (nur bei Neubau)
Warmwasserspeicher
Gesamtpaket mit Zusatzkosten
Kosten
ca. 5.000 – 6.500 €
ca. 500 – 2.500 €
ca. 150 – 700 €
ca. 800 – 1.500 €
ca. 6.500 – 11.200 €
ca. 2.700 – 4.300 €
ca. 800 – 1.500 €
ca. 9.950 – 17.000 €

Kosten für Verbrauch, Betrieb und Wartung einer Ölheizung

Die jährlichen Verbrauchskosten lassen sich mit einer Brennwert-Ölheizung durch den Gewinn an Effizienz reduzieren. Durch den hohen Wirkungsgrad erhalten Sie die gleiche Heizleistung mit weniger Heizöl und müssen dementsprechend den Tank weniger oft auffüllen.
Die Ölheizung Kosten pro kWh liegen für Heizöl derzeit bei ca. 8,5 Cent. Die Heizölpreisentwicklung ist schwer vorauszusagen. Experten gehen allerdings von steigenden Preisen aus. Mittelfristig ist die Versorgung mit dem fossilen Brennstoff sicher.

Und durch die Möglichkeit zum Vorratskauf bei guten Preisen gibt es für aufmerksame Käufer auch gute Chancen, Geld zu sparen.
Zu den Verbrauchskosten kommen bei einer Brennwert Ölheizung Kosten für Wartung und Reparatur mit dazu. Die Anlagen sind robust und wartungsarm. Das jährliche Wartungsintervall sollten Sie aber einhalten, um den reibungslosen, sparsamen Betrieb zu gewährleisten. Dazu kommen noch die Ausgaben für den Schornsteinfeger.

Kostenpunkt
Verbauchskosten (Beispielgebäude mit einem Verbrauch von 20.000 kWh)
Wartung
Schornsteinfeger
Betriebskosten gesamt
Kosten
ca. 1.700 €
ca.150 bis 250 €
ca.50 – 80 €
ca. 1.900 – 2.030 €

Laufende Kosten senken durch Kombination von Solarthermie und Ölheizung

Sonnenenergie ist kostenlos und CO2-neutral. Nutzen Sie die Vorteile einer Solarthermieanlage , mit der Sie die Ölheizung im Sommer ganz ausgeschaltet lassen können. Im 4-Personenhaushalt müssen Sie für Warmwasserbereitung ca. 4.000 € einplanen. Eine Solarthermieanlage zur Heizungsunterstützung kostet Sie als Gesamtpaket etwa 8.000 €. Diese Investition amortisiert sich in den meisten Fällen sehr schnell. Durch die relativ hohen Heizölpreise ist Solarthermie eine ideale Kombination für eine Brennwert-Ölheizung.

Sind Ölheizungen weiterhin förderfähig?

Mit Einführung des Gebäudeenergiegesetztes (GEG) gibt es einige Einschränkungen was den Betrieb von Öl-Brennwertheizungen angeht. Es ist klar zu betonen, dass das Klimapaket der Bundesregierung kein generelles Verbot für Ölheizungen festelegt hat. So dürfen bestehende Kessel weiterhin genutzt werden, bis sie unter die Austauschpflicht fallen. Zudem dürfen herkömmliche Ölheizungen nur noch bis Ende 2025 eingebaut werden. Danach ist dies untersagt, sofern stattdessen auch andere Lösungen wie etwa Gasheizungen oder Wärmepumpen möglich wären.

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) schließt Ölheizungen zudem ab dem 01.01.2021 von Förderungen aus. Weitere Informationen zum Thema Heizungsförderung erhalten sie in unserem Ratgeber-Artikel .

Wie komme ich an eine neue Ölheizung?

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