Heizung kaufen

Tipps, Kosten und Vergleiche für die wichtigsten Heiztechniken

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Es gibt verschiedene Gründe, weshalb Menschen für das Haus oder die Wohnung eine neue Heizung kaufen: Sie möchten beim Verbrauch sparen, wünschen mehr Komfort und Behaglichkeit oder wollen die Emissionen und die Belastung für das Klima reduzieren.
Aber wann genau ist eine neue Heizung wirklich sinnvoll und wann ist der Kesseltausch Pflicht? Es ist immer sinnvoll, die Heizung zu erneuern, wenn die Einsparung über die Betriebszeit größer ist, als die Kosten für ihre Anschaffung und Installation. Vor allem veraltete Öl- und Gasheizungen mit Konstanttemperaturkesseln bieten aus finanzieller Perspektive hohe Einsparpotentiale.

Im Gegensatz zur alten Heizung mit Konstanttemperaturkessel und Heizwerttechnik arbeitet eine moderne Brennwertheizung sehr kostengünstig und emissionsarm. Alte Heizungen sind oft mit zu hoher Leistung installiert. Es lohnt sich für die Betreiber, wenn sie eine exakt auf den Bedarf abgestimmte, neue Heizung kaufen und dadurch den Verbrauch reduzieren.

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Welche Heizung ist die Richtige?

Die Frage nach der besten Heizung ist so verständlich wie sie sich unmöglich pauschal beantworten lässt. Die Auswahl verschiedener Energieträger und unterschiedlicher Heiztechniken ist ohne intensive Einarbeitung in die Thematik schwer überschaubar.
Dazu kommen die Unterschiede bei den jeweiligen Standorten: Welche Heizung die richtige ist, sieht für einen durchschnittlich sanierten Altbau von 1960 und einen energieeffizienten Neubau mit Baujahr 2010 völlig anders aus. Für das erste Gebäude lohnt es sich, auf ausgereifte Systeme mit fossilen Brennstoffe und effiziente Brennwerttechnik zu setzen.

Im Altbau ist es oft sinnvoll, wenn die Sanierer eine Gas-Brennwertheizung oder einen Öl-Brennwertkessel kaufen. Nicht nur im Neubau sind auch alternative Heizungen, die mit erneuerbaren Energien arbeiten, zukunftsfähige und nachhaltige Lösungen: Mit Wärmepumpen , Solarthermie oder Biomasseheizungen kaufen Sie Lösungen für nachhaltige Wärmeproduktion. Die ideale Wahl kann also je nach Objekt und Nutzung, Lage und verfügbarem Budget unterschiedlich ausfallen.
Welche Heizungen gibt es?

Pro
- Option, wenn Sie im Altbau günstig Ölheizung erneuern möchten: Wenn Betreiber eine robuste Brennwert Ölheizung kaufen , können sie das vorhandene System unverändert weiter nutzen
- sauber, effizient und kostengünstig
- sehr flexibel
- beliebte Wahl für die Heizungssanierung im Altbau
- moderne Pelletkessel, Hackschnitzelheizungen und Scheitholzvergaser zeigen hohe Wirkungsgrade
- günstige Heizkosten
- versorgungssicher
- CO2-neutral
- Sole-Wasser- und Wasser-Wasser-Wärmepumpen haben sich im Neubau durchgesetzt
- Luft-Wasser-Wärmepumpen sind auch für den Altbau eine Lösung, um emissionsarm zu heizen
- hoher Komfort
- geringer Wartungsaufwand
- kein Kamin nötig
- passiv kühlen
- bei richtiger Planung sehr geringe Verbrauchskosten
- CO2-neutral
- ohne Verbrauchskosten
- ideale Unterstützung um Spareffekte zu erhöhen
- wahlweise nur Warmwasser oder auch Heizungsunterstützung
- sinnvoller Kombinationspartner für viele Heiztechniken
Contra
- Schornsteinsanierung nötig
- Heizöl derzeit noch relativ günstig, mittelfristig Preistendenz aber stark steigend
- Lagerung im Tank kostet Platz
- hoher CO2-Ausstoß
- für Brennwerttechnik Schornsteinsanierung notwendig
- Energieträger wird importiert
- CO2-Bilanz deutlich schlechter, als beim Heizen mit erneuerbaren Energieträgern
- Brennwerttechnik erfordert Schornsteinsanierung
- für die Anschaffung müssen Sie mehr investieren, als wenn Sie nur eine vorhandene Gas- oder Ölheizung erneuern
- Brennstoff muss trocken gelagert werden
- Energie für Kompressor und Gebläse erzeugt Emissionen in Abhängigkeit vom Strommix
- zu Beginn hohe Investitionen
- zum Teil genehmigungspflichtig
- Ertrag schwankt: in Sommermonaten hoch, in den kältesten Teilen des Jahres kaum vorhanden

Welche Heizung für welches Haus?

Bei der Frage, welche Heizung für welches Haus die richtige ist, müssen wir jedes Objekt genau betrachten. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, einen qualifizierten Energieberater von Anfang an in die Planung mit einzubeziehen.
Im Neubau ist die Wärmepumpe oft der Favorit. Hohen Investitionen stehen neben den geringen Betriebskosten noch viele weitere Vorteile gegenüber. So erhalten Sie mit einer reversiblen Inverter-Wärmepumpe nicht nur eine effiziente Gebäudeheizung, sondern auch die Möglichkeit zur kostenlosen, passiven Gebäudekühlung während der heißen Monate. Für den Betrieb von Erdwärmepumpen, Wasserwärmepumpen oder Luftwärmepumpen sind jeweils unterschiedliche Voraussetzungen nötig. Geothermie und Wasserwärmepumpen sind zum Teil genehmigungspflichtig.
Ganz anders ist die Lage in einem Altbau mit Baujahr vor 1970: Diese Gebäude sind im unsanierten Zustand meist schlecht gedämmt und für die Heizkörper sind hohe Vorlauftemperaturen nötig, die eine Wärmepumpe nicht liefert. Eine Brennwert- Gasheizung kaufen ist hier oft die günstigste Option, am besten in Kombination mit einer Solarthermieanlage .

Das restliche Budget, das durch die günstigen Kosten einer neuen Gas-Brennwertheizung oder Öl-Brennwertheizung frei bleibt, können Sie vorteilhaft in Dämm-Maßnahmen und gut isolierte Fenster investieren.Ist eine relativ gute Dämmung vorhanden oder als Sanierungsprojekt mit geplant? Dann können Sie in vielen Fällen auch im Altbau auf eine Luftwärmepumpe setzen. Für ein größeres Objekt mit mehreren Wohneinheiten ist es oft optimal, wenn Sie eine neue Holzheizung kaufen, die beim Betrieb auf Nennleistung ihre hohe Effizienz voll ausspielt. Wichtig ist dabei auch die Versorgungslage und die Möglichkeit, den Brennstoff richtig zu lagern. Das kann in ländlicher Lage deutlich einfacher sein, als in dicht bebauten, urbanen Lagen.Insgesamt ist es vorteilhaft, Sanierungsmaßnahmen als Paket zu planen und ideal aufeinander abzustimmen. Dann lassen sich auch Baumaßnahmen kostengünstig optimieren (Gerüst, Erdarbeiten etc.).

Kosten einer neuen Heizung: Anschaffung und Heizkosten im Vergleich

Die Anschaffungskosten für einen neuen Kessel entwickeln sich relativ stetig: Neue Gas- und Ölheizungen kaufen Sie heute noch am günstigsten. Die Preise für alternative Heiztechniken auf Grundlage erneuerbarer Energie sind noch deutlich höher, sinken aber allmählich.
Dem gegenüber unterliegen die Kosten für die verschiedenen Brennstoffe starken Schwankungen. Heizöl und Erdgas hängen vom Ölpreis ab.

Mittelfristig stellen Experten dem Heizöl eine ungünstige Preisprognose aus und sagen auch für Erdgas stark steigende Kosten voraus. Die Preise für Biomasse sind dagegen langfristig stabil zu erwarten. Die Verbrauchskosten einer Wärmepumpe sind vom Strompreis abhängig.
Hier finden Sie aktuelle Durchschnittswerte als Basis für einen Vergleich der wichtigsten Heiztechniken:

Wie lang dauert die Amortisation einer neuen Heizung?

Ein Ziel beim Heizungstausch ist, Geld zu sparen. Dafür muss die neue Heizung über ihre Lebensdauer insgesamt mehr einsparen, als sie gekostet hat. Was nach einer recht simplen Rechenaufgabe klingt, kann auch unter Experten schnell zu verschiedenen Meinungen führen. Die Amortisationsrechnung ist eine hochkomplexe, individuelle Berechnung, bei der vom Jahresnutzungsgrad bis zu Zinsverlusten und Preisprognosen viele Aspekte korrekt zu berücksichtigen sind. Die eigentliche Amortisationsrechnung gehört zu den wichtigsten Kompetenzen eines qualifizierten Energieberaters. Das folgende, simpel gehaltene Beispiel kann aber als grobe Orientierung dienen.
Das Beispielgebäude ist ein Einfamilienhaus mit 150 m² beheizter Wohnfläche. Das Gebäude wurde 1990 mit mittlerem Aufwand energetisch saniert. Der jährliche Bedarf für Heizung und Warmwasser beträgt 35.000 kWh.

Wenn der Betreiber nun eine alte Ölheizung gegen eine moderne Brennwert-Gasheizung tauscht, ergeben sich Einsparungen an verschiedenen Stellen:

  • der Brennstoffpreis sinkt: 8,2 Cent Öl gegenüber 5,9 Cent Gas
  • die Heizanlage ist effizienter (geringere Wärmeverluste bei den Abgasen, weniger Bereitschaftsverluste, optimal angepasste Kesselleistung etc.): Sie erzeugt die gleiche Wärmemenge mit weniger Brennstoff

So sind bei dem angegebenen Verbrauch jährlich Ersparnisse zwischen 500 und 800 EUR zu erwarten. Die Investitionskosten betragen 8.000 EUR: Damit ist ohne Berücksichtigung von Zinsverlusten eine Amortisationszeit von 10 bis 15 Jahre zu erwarten. Danach erzeugt die Anlage über den Rest ihrer Laufzeit Gewinn. Fördermittel senken die Investitionssumme und verringern damit Amortisationszeit noch weiter.

Entscheidungshilfe beim Heizung kaufen: Das ErP-Label

Das ErP-Label ist die neue, europaweit einheitliche Energieeffizienz-Kennzeichnung . Die Hauptangabe des Labels ist der einfache Vergleich der Energieeffizienzklasse von Wärmeerzeugern, Kühlgeräten und weiteren Elementen der Heiz-, Klima- und Haustechnik. Geräte des gleichen Typs können Sie beim Kauf so untereinander leicht vergleichen. Eine höhere Effizienz ist immer die Grundlage für weniger Verbrauchskosten und eine geringere Umweltbelastung. Weitere Angaben auf dem ErP-Label sind Hersteller, Typenbezeichnung, Funktion, Nennleistung und Schallemissionen.

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