Klimapaket: Die Ölheizung vor dem Aus?

Was Besitzer einer Ölheizung zum Klimaschutzgesetz wissen müssen

Mit der Verabschiedung des Klimapakets durch Bundestag und Bundesrat erhalten die Klimaziele der Bundesregierung erstmalig den Rang eines Gesetzes. Klare Vorgaben regeln, wie hoch CO2-Emissionen in den Sektoren Energiewirtschaft, Verkehr und Gebäude in konkreten Zeiträumen noch sein dürfen.

Der Wärmeerzeugung für Heizung und Warmwasser ist eine der größten Quellen für klimaschädliche Emissionen in Deutschland. 2017 war der Gebäudesektor für 14 Prozent des gesamten CO2-Ausstoßes verantwortlich. Von den ca. 18 Mio Heizanlagen heizen mehr als 5,7 Millionen noch mit Heizöl. Darunter sind viele veraltete und ungünstig dimensionierte Kessel, die deutlich mehr Energie verbrauchen und mehr CO2 erzeugen als andere Heizsysteme. Deshalb sieht das Klimapaket für Ölheizungen spezielle Regelungen vor.

Keine neuen Ölheizungen ab 2026

Das Klimapaket soll den Umstieg auf erneuerbare Energien für die Heizung fördern. Dabei liegt besonderer Wert auf dem Austausch alter Ölheizungen. Wer umsteigt, kann ganze 40 Prozent seiner Kosten über staatliche Fördermittel als Austauschprämie decken.

Ein entschiedener Schritt ist das Einbauverbot für neue Ölheizungen an den meisten Standorten ab 2026. Schon ab 2020 soll es keine Förderungen und Zuschüsse für die Heizungssanierung mit einem einfachen Öl-Brennwertkessel mehr geben. Da besonders im ländlichen Raum in einigen Fällen kaum Alternativen möglich sind, bleiben effiziente Hybridlösungen in Verbindung mit regenerativen Energien allerdings erlaubt. Vor allem die Verbindung mit Solarthermie bietet sich an.

CO2 Bepreisung auch für Heizöl

Dazu kommt der neue CO2-Preis, der den ineffizienten Umgang mit Energie unwirtschaftlich macht. So entsteht ein deutlicher Anreiz für Investitionen in energieeffiziente Maßnahmen. Die CO2-Bepreisung betrifft neben Diesel und Benzin auch fossile Energieträger wie Heizöl. Damit verteuert das Klimapaket die Ölheizung direkt.

Mit dem Einstiegspreis von 25 Euro pro Tonne CO2 im Jahr 2021 beträgt der geschätzte Preisanstieg bei Heizöl 11 Cent pro Liter. Bis 2025 soll der Preis auf 55 Euro steigen. Über Entlastungen beim Strompreis und andere Instrumente erstattet die Regierung dieses Geld zu einem Teil an die Bürger zurück.

Günstiger Zeitpunkt für den Umstieg

Wer eine bestehende Öl-Brennwertheizung betreibt, muss sich auch mit den neuen Regelungen des Klimapakets zur Ölheizung keine Sorgen machen. Die bestehende Austauschpflicht bleibt unverändert. Die Lebensdauer sparsamer Brennwert-Ölheizungen ist nicht eingeschränkt.

Langfristig hat mit dem Klimaschutzgesetz Öl als Energieträger für die Heizung allerdings ausgedient. Es bieten sich zahlreiche Alternativen, deren Förderung sich unter anderem aus den Einnahmen aus der CO2-Bepreisung speist. Zu den wichtigsten Konkurrenten für die Ölheizung gehören in erster Linie Wärmepumpen, die sich im Neubau bereits als häufigste Lösung durchsetzen konnten. Auch Heizanlagen für Biomasse wie Pellet-, Scheitholz- oder Hackschnitzelheizungen, Solarthermie und andere Optionen fördert das Klimapaket ebenfalls verstärkt.

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Spätestens wenn bei einer Ölheizung eine größere Reparatur fällig ist, wenn der Brenner verschlissen oder der Tank beschädigt ist, sollten Hausbesitzer Alternativen durchrechnen. Der Zeitpunkt für den Umstieg ist mit den Regelungen des Klimapakets für Ölheizungen jetzt sehr günstig.

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Gasheizung als Alternative zur Ölheizung?

Die Gasheizung erfährt gegenüber der Ölheizung ebenfalls bevorzugte Behandlung. Das liegt einerseits daran, dass das Heizen mit Erdgas weniger Emissionen pro Kilowattstunde erzeugt. Zweitens lassen sich über das Erdgasnetz auch grüne Energieträger wie Biogas und mit Hilfe von Power-To-Gas sogar Überschüsse an elektrischer Energie flexibel verwerten.

Aber auch hier gilt: Hybridlösung werden bevorzugt! Eine Gasheizung in Verbindung mit erneuerbaren Energien wie Solarthermie gelten als gut geförderte Alternative. Und: eine Kombilösung ist laut der Bundesregierung nur eine Option, sollte sich eine Komplettumstellung auf erneuerbare Wärme aus technischen Gründen nicht anbieten. Für einen zukunftssicheren Austausch oder bei Neubauten ist wiederum die Wärmepumpe eine klimafreundliche Lösung.

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