Wallbox in front of car

Wallbox-Kosten: Von Kauf & Installation bis Wartung & Verbrauch

Mit einer Wallbox laden Sie Ihr E-Auto schnell, sicher und einfach zu Hause auf. Doch welche Kosten bringt eine Wallbox mit sich? Lesen Sie hier, welche Ausgaben anfallen – vom Kauf über die Installation bis hin zu Wartungs- und Verbrauchskosten – und erfahren Sie, welche Fördermöglichkeiten es gibt.

Für Schnellleser: Das Wichtigste zu Wallbox-Kosten im Überblick

  • Eine 11 kW Wallbox kostet je nach Leistung und Features ca. 500 – 1.500 €.
  • Wallboxen mit mehr als 11 kW Ladeleistung sind in der Anschaffung teurer und müssen genehmigt werden: Gebühr ca. 500 €.
  • Die KfW-Förderung für private Wallboxen ist ausgelaufen, nur über betriebliche Anträge winken noch bis zu 900 € KfW-Förderung.
  • Die Installationskosten liegen je nach nötigem Aufwand bei 500 – 2.000 €.
  • Die Stromkosten sind abhängig von Tarif und Fahrzeugnutzung und liegen bei durchschnittlich 4,50 € je 100 km. Alle 2-4 Jahre wird eine Gerätewartung für ca. 200 € empfohlen.

Wallbox + App
Anschaffung
< 11 kW
350 – 500 €
11 kW
550 – 1.500 €
> 11 kW
1.500 – 4.000 €
Genehmigung
< 11 kW
nicht
erforderlich
11 kW
nicht
erforderlich
> 11 kW
500 €
Installation
< 11 kW
500 – 2.000 €
11 kW
500 – 2.000 €
> 11 kW
500 – 2.000 €

Anschaffungskosten: Was kostet eine Wallbox?

Eine Wallbox kostet in der Regel zwischen 500 – 1.500 Euro. Die Kosten für die Wallbox hängen von Leistung und Hersteller ab. Im genannten Preissegment findet man hauptsächlich Ladestationen mit einer Leistung von 11 kW. Eine Wallbox mit 22 kW kann bis zu 4.000 Euro kosten.

Wallboxen mit geringeren Leistungen (z.B. 3,7 kW) sind bereits für unter 500 Euro erhältlich, verlängern jedoch auch die Ladezeit erheblich.

Neben der Ladeleistung wirken sich auch Features wie Smartness, RFID-Kartenlesegerät, Schutzklasse oder die Kompatibilität mit einer Photovoltaikanlage auf die Kosten für eine Wallbox aus.

Wallbox + RFID Card

Genehmigungsgebühr

Für Wallboxen mit einer Leistung über 11 kW fällt zusätzlich eine Genehmigungsgebühr an. Denn diese müssen nicht – wie Geräte mit einer Leistung bis 11 kW – nur angemeldet, sondern beim Netzbetreiber genehmigt werden: Kostenfaktor ca. 500 Euro.

Sollte der Netzbetreiber Umbaumaßnahmen fordern, bevor die Wallbox genehmigt wird, können zusätzlich bis zu 2.000 Euro Umbaukosten anfallen.

Förderung für private Wallboxen?

Wer hofft, die Wallbox-Kosten durch eine KfW-Förderung zu mindern, ist leider zu spät dran: Seit Ende Oktober 2021 sind die Mittel für die KfW-Förderung privater Wallboxen ausgeschöpft.

Möglichkeiten zur Förderung ergeben sich nur noch durch den Arbeitgeber: Unternehmen, kommunale Betriebe, Freiberufler und gemeinnützige Organisationen können die Wallboxen ihrer Beschäftigten KfW-fördern lassen. Die Fördersumme beträgt bis zu 900 Euro. Voraussetzung: Das E-Auto wird mit Ökostrom (vom Versorger oder der eigenen Photovoltaikanlage) geladen.

Zudem bieten die jeweiligen Bundesländer teilweise Förderprogramme auf Landesebene. Auch manche Städte fördern Wallboxen in eigenen Programmen.

Installationskosten

Die Wallbox-Installation durch einen Fachmann kostet 500 - 2.000 Euro. Die Kosten hängen dabei von folgenden Faktoren ab:

Wallbox Installer

  • Starkstromanschluss vorhanden?
  • FI-Schalter vorhanden?
  • Modernisierung der Leitungen nötig?
  • Mauerdurchbruch nötig?
  • Erdarbeiten nötig?
  • Hohe Entfernung zum Sicherungskasten?
  • Zusätzlicher Zähler nötig?
  • Erweiterter Hausanschluss ans öffentliche Stromnetz nötig?
  • Bei smarten Wallboxen: WLAN in Reichweite?

Mehr zum Thema Wallbox-Installation

Zubehör- & Nebenkosten?

Mögliche Zusatzkosten stellen Ausgaben für eventuelle gesonderte Befestigungen, alternative Ladekabel, Backup-Lösungen wie Batterien oder Generatoren sowie die Anpassung der Hausratsversicherung gegen Diebstahl dar.

Betriebskosten: Verbrauch & Wartung

HomeCom Easy App

Wie hoch die monatlichen Kosten für den Stromverbrauch der Wallbox sind, hängt von der Art und Nutzung Ihres E-Autos sowie Ihrem Stromtarif ab. Man rechnet mit Stromkosten von durchschnittlich 4,50 € pro 100 km. Sparfüchse laden zum günstigen Nachtstromtarif oder mit Strom aus der eigenen Photovoltaikanlage.

Die Wartungskosten für die heimische Ladestation sind überschaubar. Für private Wallboxen besteht zwar keine Wartungspflicht, es empfiehlt es sich aber, die Wallbox alle 2-4 Jahre überprüfen zu lassen. Kostenfaktor: ca. 200 €.

Rechenbeispiel

Für eine Wallbox mit 11 kW Ladeleistung
Für eine Wallbox mit 22 kW Ladeleistung
Preis der Wallbox: 700 €
Befestigung: 75 €
Installation & Anmeldung: 1.200 €


Gesamtkosten: 1.975 €
Preis der Wallbox: 1.200 €
Befestigung: 75 €
Installation: 1.200 €
Genehmigung: 500 €

Gesamtkosten: 2.975 €

FAQ zum Thema Wallbox

Wann amortisiert sich die Investition in eine Wallbox, und welche Einsparungen kann ich erwarten?

Die Amortisationszeit für die Investition in eine Wallbox hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie den Kosten für die Wallbox, den Einsparungen bei den Stromkosten und der Häufigkeit des Ladens. In der Regel amortisiert sich die Investition in eine Wallbox innerhalb von einigen Jahren. Es ist jedoch wichtig, auch die individuellen Bedingungen zu berücksichtigen und gegebenenfalls eine Kosten-Nutzen-Analyse durchzuführen. Die Einsparungen bei den Stromkosten hängen unter anderem von der Höhe des Strompreises und der Häufigkeit des Ladens ab.

Wie hoch ist das Einsparungspotential bei der Kopplung einer Wallbox mit einer Photovoltaikanlage?

Eine Kopplung einer Wallbox mit einer Photovoltaikanlage kann dazu beitragen, das Einsparungspotential beim Laden von Elektroautos zu erhöhen. Photovoltaikanlagen produzieren Strom aus Sonnenenergie und können diesen Strom direkt in das Stromnetz einspeisen oder zwischenspeichern. Wird eine Wallbox mit einer Photovoltaikanlage gekoppelt, kann der produzierte Strom genutzt werden, um das Elektroauto aufzuladen. Dadurch können Einsparungen beim Stromverbrauch erzielt werden, da weniger Strom aus dem öffentlichen Netz bezogen werden muss.

Allerdings gibt es auch einige Faktoren, die das Einsparungspotential bei einer Kopplung von Wallbox und Photovoltaikanlage beeinflussen können. Zum Beispiel hängt das Einsparungspotential von der Größe und Leistungsfähigkeit der Photovoltaikanlage ab. Auch der Stromtarif, zu dem die Wallbox angeschlossen ist, spielt eine Rolle. Um das Einsparungspotential bei einer Kopplung von Wallbox und Photovoltaikanlage zu ermitteln, empfiehlt es sich, verschiedene Szenarien zu simulieren und die individuellen Gegebenheiten zu berücksichtigen.

Kann ich die Kosten für eine Wallbox von der Steuer absetzen?

Ob und inwieweit Sie die Kosten für eine Wallbox von der Steuer absetzen können, hängt von den geltenden Steuergesetzen und -regelungen ab. In der Regel können Sie die Kosten für eine Wallbox als Betriebsausgaben oder Werbungskosten geltend machen, wenn Sie die Wallbox für beruflich genutzte Elektrofahrzeuge anschaffen. Es empfiehlt sich, sich über die aktuellen Regelungen zu informieren und gegebenenfalls einen Steuerberater zu konsultieren.

Welche Alternativen gibt es zu Wallboxen und welche Kosten sind damit verbunden?

Alternativ zu Wallboxen gibt es verschiedene Möglichkeiten, Elektrofahrzeuge zu laden, wie zum Beispiel öffentliche Ladestationen, Ladestecker für die normale Steckdose oder mobile Ladestationen. Die Kosten für diese Alternativen sind in der Regel günstiger als die für eine Wallbox, allerdings ist auch die Ladeleistung und -geschwindigkeit meist niedriger. Öffentliche Ladestationen sind in der Regel kostenfrei oder kostenpflichtig, je nach Anbieter und Standort.

Wallbox – Bosch Produktempfehlung

Weitere Ratgeber zum Thema Wallbox