Anteil erneuerbare Energien: Zahlen und Hintergründe

Der Klimawandel und seine Ursachen sind heute kaum noch umstritten. Die Energiewende ist deshalb eine der wichtigsten Herausforderungen, die wir in den kommenden Jahrzehnten bestreiten müssen. Lesen Sie hier, wie groß der Anteil erneuerbarer Energien bereits ist und wie die Entwicklung abläuft!

Die Zielvorgaben für die Energiewende sind noch weit entfernt

Der Klimawandel, seine Folgen und Ursachen sind nicht mehr umstritten. Ebenso die Notwendigkeit einer schnellen und umfassenden Energiewende: Von fossilen Energieträgern weg und hin zu regenerativer Energie, die nicht mit dem Ausstoß von CO2 verbunden ist.

Aktuell liegt der Anteil erneuerbarer Energie sektorübergreifend bei 16,6 Prozent. Dieser Wert ist von den selbst gestellten Zielvorgaben Deutschlands für die Energiewende noch weit entfernt. Die Sektoren, die den größten, direkten Beitrag zu den nationalen CO2-Emissionen leisten, sind: die Energiewirtschaft und die Stromerzeugung, Transport und Verkehr und die Gebäudeheizung und Warmwassererzeugung. In den kommenden Jahren muss der Anteil der erneuerbaren Energien in allen drei Bereichen daher einen massiven Ausbau erfahren.

Stromherstellung zu einem Drittel regenerativ

Die größten Fortschritte ließen sich auf dem Gebiet der Stromerzeugung erreichen. Aktuell entsteht weit über ein Drittel des Stroms, der in Deutschland nötig ist, aus regenerativen Quellen: Vorrangig Windstrom, Wasserkraft, Biomasse und Solarstrom aus Photovoltaikanlagen.

Den Ausbau steuert und regt die Einspeisevergütung an, die sich aus der EEG-Umlage finanziert. Dazu kommen weitere Förderungen und Vorgaben für Industrie, Gewerbe und Privathaushalte, wie zum Beispiel die Verpflichtung energieintensiver Betriebe zur Einführung von Energiemanagementsystemen.

Mit dem beschlossenen Kohleausstieg ist ein zentrales Ziel formuliert. Problematiken, die den Ausbau bremsen, sind der Netzausbau, die Energieverteilung-, Speicherung und die Grundlastfähigkeit der Stromversorgung. Das bestehende Stromnetz ist noch auf zentrale Stromproduktion ausgelegt. Stromspeicher und Energiespeicher für unregelmäßige Erträge aus erneuerbaren Energien wie Wind und Sonne sind nötig, um das Potenzial voll auszuschöpfen und fossile Energieträger zu ersetzen.

Nachholbedarf bei Transport und Verkehr

Beim gewerblichen und privaten Verkehr besteht noch großer Nachholbedarf. Auch 2018 betrug der Anteil erneuerbarer Energien nur 5,6 Prozent mit sehr geringer Steigerung zum Vorjahr.

Aktuell gibt es noch keinen Durchbruch für einen ökologischen Ersatz für den Verbrennungsmotor. Große Hoffnungen liegen auf die Elektromobilität, weil sie sich gut in die vorhandene Infrastruktur einfügt. Alle Seiten treiben den Ausbau mit viel Energie voran. Herausforderungen und offene Fragen bestehen noch bei der Versorgung mit Rohstoffen für die Batterietechnik und bei der breiten Verfügbarkeit von Lademöglichkeiten für das ausreichend schnelle Aufladen von Elektrofahrzeugen.

Biogene Kraftstoffe sind ein anderer Ansatz, um den Anteil erneuerbarer Energie im Transportsektor zu steigern. Biodiesel ist aufgrund der Flächenkonkurrenz mit dem Nahrungsmittelanbau und der Umweltzerstörung für Monokulturen in der Kritik. Bessere Noten erhalten Power to Gas-Konzepte wie synthetisches Erdgas aus erneuerbaren Quellen.

Vor allem die Kombination von Wasserstoff und Brennstoffzellenantrieb hat sehr großes Potenzial. Aber auch die Herausforderungen beim Ausbau der notwendigen Infrastruktur sind wesentlich größer als für Elektrofahrzeuge.

Heizung & Warmwasser

Mit knapp 14 Prozent ist der Anteil erneuerbarer Energie im Wärmesektor höher als im Transportsektor. Doch auch hier sind wir immer noch weit von der notwendigen Marke entfernt.

Ein Hauptgrund ist die ineffiziente Heiztechnik und ein hoher Anteil fossiler Energieträger im Altbestand. Hohe Wärmeverluste und damit überhöhte Verbräuche entstehen zudem durch undichte, schlecht dämmende Gebäudehüllen bei alten Gebäuden. Umfangreiche Förderprogramme und die strikten Sanierungsvorgaben der EnEV treiben auch in diesem Bereich die Entwicklung voran.

Sehr anspruchsvolle Standards für Neubauten sorgen dafür, dass schon jetzt fast jedes neue Gebäude die Voraussetzung für ein Niedrigstenergiehaus erfüllt. Alternative Heiztechniken verbreiten sich zunehmend. Biomasse, Solarthermie, Geothermie und Umweltwärme mit Wärmepumpen können auch bei den Heizkosten sehr gut mit fossilen Energieträgern konkurrieren.

Wenn Sie den Anteil erneuerbarer Energie für Ihren Verbrauch erhöhen, sparen Sie langfristig Kosten und schützen die Umwelt und das Klima. Finden Sie dafür einfache, zuverlässige Lösungen bei Bosch und lassen Sie sich jetzt zu Heizungssanierung, Eigenstromproduktion und allen anderen Fragen kompetent beraten!

Ihren neuen Bosch Wärmeerzeuger finden Sie hier

Fragen Sie unverbindlich ein Angebot für Ihren neuen Wärmeerzeuger von Bosch an.

Angebot anfragen