Dezentrale Stromerzeugung: Wege für die Energiewende

Dezentrale Energieversorgung ist ein wichtiger Schritt für die Energiewende und die Eindämmung der gegenwärtigen Klimakrise. Dezentralisierung steht dabei für die Integration von kleinen und mittleren Stromerzeugern, während die Großkraftwerke, die derzeit den größten Anteil leisten, an Bedeutung verlieren. Lesen Sie hier, wie das gelingen kann!

Vernetzte Kleinanlagen sind die Stromversorger der Zukunft

Dezentralisierung bedeutet, dass Aufgaben und Funktionen von zentralen Instanzen auf mehrere kleinere Einheiten in untergeordneten Ebenen übergehen. Die dezentrale Stromversorgung spielt in der Energiewirtschaft aktuell eine wichtige Rolle. Die derzeit noch üblichen Großkraftwerke verlieren teils an Bedeutung für die Grundversorgung, während gewerbliche und auch private Kleinanlagen in der Fläche immer wichtiger werden.

Anlagen zur dezentralen Stromversorgung können durch öffentliche und private Unternehmen aber auch von Privathaushalten betrieben werden. Für die Energiewende sind private Kleinstkraftwerke, wie Photovoltaik auf dem Hausdach, und Mini- und Nano-Blockheizkraftwerke von hoher Bedeutung.

Im mittleren Leistungsbereich spielen engmaschig vernetzte Biogasanlagen eine tragende Rolle, sowie Windparks und Solarparks, die teils eine sehr hohe Leistung erreichen.

Mit der dezentralen Stromversorgung wird die Erzeugung elektrischer Energie auch vielfältiger. Die Diversifizierung des Stromsektors erfolgt zugunsten der regenerativen Energien. Das hat viele wirtschaftliche, soziale, politische und vor allem ökologische Aspekte.

Vorteile und Nachteile dezentraler Energieerzeugung

Für den Klimaschutz und die Bewältigung der globalen Klimakrise ist es nötig, erneuerbare Energien weltweit und vor allem in den Industrieländern massiv auszubauen. Durch dezentrale Stromerzeugung erweitern sich die Möglichkeiten für die Nutzung erneuerbarer Energiequellen . Private und gewerbliche Akteure, die sich nicht an großen Kraftwerksprojekten beteiligen könnten, haben die Möglichkeit zu lukrativen Investitionen in eine moderne und ökologische Energiewirtschaft. Gleichzeitig können mit kleinen, dezentralen Anlagen zahlreiche Standorte und Energiequellen genutzt werden, die für Großanlagen nicht verwertbar sind.

Bei dezentraler Energieversorgung wird Strom lokal und nah bei den Verbrauchern erzeugt. Das senkt die Übertragungsverluste, die bisher bis zu 20 Prozent ausmachen.

Allerdings stellt uns die Umstellung auf dezentrale Stromerzeugung vor große Herausforderungen. Um ein stabiles Stromnetz mit zahlreichen unabhängigen Produzenten zu garantieren, müssen andere Lösungen gefunden und umgesetzt werden als im derzeitigen System. Es ist erforderlich, das Stromnetz umzubauen und weiterzuentwickeln. In diesem Zusammenhang kommt es lokal und regional auch zu Widerständen.

Erneuerbare Energien aus diversen Quellen

Zahlreiche regenerative Energiequellen eignen sich optimal für dezentrale Stromerzeugung. Die Wasserkraft ist eine der ältesten Formen der Stromherstellung aus erneuerbarer Energie.

Für die Nutzung der Solarenergie mit Photovoltaik gibt es leistungsfähige und zuverlässige Technologien. Die Stromgestehungskosten mit Solarenergie liegen unter günstigen Umständen extrem niedrig. Solarparks entstehen auf Dächern, auf Brachflächen und unproduktiven, landwirtschaftlichen Flächen.

Windenergie wird in Deutschland stark ausgebaut und hat ein hohes Potential für dezentrale Stromerzeugung. Windparks können onshore und offshore errichtet werden, was jeweils unterschiedliche Herausforderungen und auch Beeinträchtigungen der Umwelt mit sich bringen kann.

Kleine und mittlere Blockheizkraftwerke eignen sich durch Kraft-Wärme-Kopplung optimal als Teilnehmer an dezentralen Versorgungsnetzen. Mit der Möglichkeit zum kontinuierlichen Betrieb stellen sie wertvolle Regelenergie zur Verfügung. In Verbindung mit Biogasanlagen oder Müllverbrennungsanlagen und mit Anschluss an Fernwärmenetze verwerten sie erneuerbare Energieträger mit sehr hohen Wirkungsgraden.

Auch geothermische Kraftwerke werden effektiv für die Stromherstellung eingesetzt. Durch die Nutzung von Erdwärme lässt sich ein hoher Ertrag elektrischer Energie generieren.

Gewerbliche Anlagen speisen ihren Ertrag vollständig in öffentliche Netze ein und erhalten dafür eine festgelegte Einspeisevergütung. Die private Stromerzeugung dient vorrangig der Eigenversorgung: Photovoltaik, KWK-Anlagen und andere Anlagentypen decken einen großen Teil des Stromverbrauchs eines Haushalts und speisen den Überschuss ein. Die Einspeisevergütung wird über die EEG-Umlage finanziert. Staatliche Fördermittel und günstige Kredite für Solaranlagen, Windkraft und andere Anlagentypen machen eine Investition in dezentrale Stromversorgung zusätzlich attraktiv.

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