Das Energieeinspargesetz EnEG: Energieeffizienz nach Vorschrift

Der Klimawandel stellt uns vor große Herausforderungen. Viel Aufholbedarf gibt es bei der Effizienz der Heizung und beim Stromverbrauch von Gebäuden. Den rechtlichen Rahmen und die Hauptziele dafür legt das schon 1976 verabschiedete Energieeinspargesetz EnEG fest. Für konkrete Vorgaben ziehen Fachplaner und Energieberater auch die EnEV zu Rate.

Ziel und Inhalt des EnEG

Das erklärte Ziel der Bundesregierung ist ein nahezu klimaneutraler Gebäudebestand bis 2050. Dafür sind vor allem beim Heizenergieverbrauch noch viele Fortschritte nötig. Das EnEG setzt dazu europäisches Recht um. Es formuliert allgemeine Ziele und berührt die Bereiche Anlagentechnik und Abrechnung, die Arbeit von Energieberatern , Energieausweise und mehr.

Drei Normen sind auf Grundlage des EnEG maßgeblich für die Nachhaltigkeit von Gebäuden. Die bekannteste ist die Energieeinsparverordnung EnEV als Regelwerk für die energetische Sanierung und für den effizienten Neubau. Aktuelle Regelungen sind 2014 in Kraft getreten. Aktuelle Änderungen erfolgten 2016 und 2017. Die geltenden Normen für Energieeffizienz ergänzt das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz EEWärmeG .

Planer, Architekten und Energieberater finden in den Normen, die dem Energieeinspargesetzt untergeordnet sind, eine wichtige Arbeitsgrundlage. Zugleich kommt es in der Praxis immer wieder zu Unklarheiten durch mangelnde Abstimmung.

Die EnEV und das EEWärmeG sind darum gemeinsam mit dem Energieeinspargesetz zum Gebäude-Energie-Gesetz GEG zusammengefasst. Eine zentrale Forderung ist der verpflichtende Niedrigstenergiestandard, der ab 2019 für öffentliche und ab 2021 auch für private Neubauten gültig sein soll.

Indirekte Dämmpflicht im Energieeinspargesetz

Eine zentrale Forderung im Energieeinspargesetz ist der effiziente Wärmeschutz zur Vermeidung von Wärmeverlusten. Dabei sind keine Lösungen bevorzugt oder vorgeschrieben. Auf welche Weise das Gebäude den geforderten Standard erreicht, liegt im Ermessen des Bauherren. De facto geht daraus allerdings die Pflicht hervor, beheizte und gekühlte Flächen ausreichend zu dämmen.

Anforderungen für die installierten, technischen Anlagen sind auch formuliert, insbesondere die Forderung nach hohen Wirkungsgraden. Die Pflicht zum Umtausch ineffizienter Anlagen betrifft zum Beispiel veraltete Öl - und Gaskessel. Weitere Themenfelder sind die Gestaltung interner Verteilnetze, die effiziente Regelung und Steuerung von Heizanlagen, der Einsatz von Wärmerückgewinnung, die Verbrauchsmessung, Abrechnung, Wartung und mehr.

Energieausweise sollen Vergleichbarkeit herstellen

Schließlich spielt im Energieeinsparungsgesetz der Energiepass für Gebäude eine wichtige Rolle. Energieausweise für Gebäude sollen klar und übersichtlich den energetischen Zustand eines Gebäudes anzeigen. Damit stellen sie in erster Linie Transparenz für Käufer und Mieter her. Der Energiepass ist in verschiedenen Fällen unaufgefordert vorzulegen. Für die Ausstellung wenden sich Hausbesitzer an einen qualifizierten Energieberater.

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