Heizkosten berechnen: Sanierungspotenzial entdecken und sparen

Die Heizung ist ein wichtiger Kostenfaktor für Mieter und Eigentümer. Wenn Sie überhöhten Verbrauch rechtzeitig erkennen, können Sie sehr viel Geld sparen. Erfahren Sie mehr über die unterschiedliche Angabe der Heizkosten und lesen Sie, wie Sie Ihre Ausgaben vergleichen können!

Was gehört zu den Heizkosten?

Wenn wir von Heizkosten sprechen, geht es in der Regel um die Gesamtheizkosten, das heißt, die kombinierten Heiz- und Warmwasserkosten. Darunter zählen idR die summierten Ausgaben für den Betrieb der Heizanlage im Lauf eines Jahres als Abrechnungszeitraum.

Der größte Anteil entfällt in der Regel auf den Verbrauch von Brennstoffen und Betriebsenergie. Getrennt davon gehen die Kosten für die Warmwassererzeugung in die Heizkosten ein. Auch diese Kosten entstehen durch Wärmeerzeugung, aber sie gehen auf eine andere Art der Nutzung zurück, und die Einsparmöglichkeiten sind ebenfalls anderer Art. Wenn Sie die exakten Heizkosten berechnen wollen, sollten Sie daher möglichst genau nach Heizung und Warmwasser aufschlüsseln. Dafür können Sie die Menge des verbrauchten Warmwassers zu Hilfe nehmen.

Schließlich gehen Fixkosten in die Berechnung der Heizkosten mit ein. Dazu zählen Wartungskosten, Ausgaben für den Schornsteinfeger, Zählergebühren, Kosten für Versicherungen und andere Positionen, die sich bei verschiedenen Heizungstypen stark unterscheiden. Beispielsweise fallen für eine Erdwärmepumpe keine Schornsteinfegergebühren und wenig Wartungskosten an. Nicht zu den Fixkosten zählen dagegen Kosten der Finanzierung für die Anschaffung oder Reparatur der Heizanlage.

So können Eigentümer die Heizkosten berechnen und vergleichen

Wenn Sie als Eigentümer die Heizkosten berechnen möchten, sollten Sie zunächst genau definieren, was der ermittelte Wert aussagen soll. Dementsprechend gibt es verschiedene Wege, die Heizkosten zu berechnen und darzustellen.

Für die Haushaltsplanung ist die Gesamtsumme für ein Jahr ausschlaggebend. Dafür genügt eine einfache Addition aller Posten, sofern diese Zahlen zum Beispiel aus Vorjahresabrechnungen vorliegen.

Ein typisches Ziel, wenn Eigentümer die Heizkosten berechnen, ist der Vergleich des Verbrauchs mit dem anderer Immobilien. Dafür berechnen Sie die Heizkosten pro Quadratmeter beheizter Wohnfläche und die Warmwasserkosten pro Person. Durchschnittswerte bietet unter anderem der offizielle Heizspiegel. Wenn Ihr Haus deutlich darüber liegt, ist das ein deutliches Zeichen für erhöhten Sanierungsbedarf.

In seltenen Fällen soll die Rechnung noch genauere Auskünfte liefern: Zum Beispiel möchten Hausbesitzer vielleicht die Heizkosten der Fußbodenheizung berechnen und mit dem Verbrauch des Heizkörperkreises in einem anderen Gebäudeteil vergleichen. Ohne größeren Aufwand ist so eine exakte Trennung allerdings kaum möglich. Eine Alternative wäre in diesem konkreten Beispiel der Vergleich der aktuellen Heizkosten mit den Ausgaben für die Wärmeerzeugung vor der Installation der Flächenheizung.

Schließlich möchten Hausbesitzer häufig vor einer anstehenden Heizungssanierung verschiedene Heiztechniken vergleichen. Um die Kosten für Gasheizungen, Wärmepumpen, Biomasse, Fernwärme etc. gegenüberzustellen, benötigen Sie die Kosten pro Kilowattstunde. Ihren aktuellen Wert erhalten Sie, indem Sie die Jahreskosten durch den gesamten Brennstoffverbrauch teilen und mit dem Heizwert des entsprechenden Energieträgers multiplizieren. Ein Heizkostenrechner erleichtert die Umrechnung zwischen den verschiedenen Darstellungsweisen.

Heizkosten berechnen für Mietwohnung

Mieter müssen im Prinzip keine Heizkosten berechnen. Allerdings möchten sie häufig die vorhandene Rechnung überprüfen. Mieter haben das Recht auf eine ordnungsgemäße Jahresabrechnung gemäß Heizkostenverordnung. Dazu gehört die Angabe des Brennstoffverbrauchs, der Fixkosten und weitere Positionen je nach Immobilie und Art der Heizanlage.

Da Wärme nicht an Wohnungsgrenzen Halt macht, ist im Mehrfamilienhaus nur ein Teil der Heizkosten direkt vom eigenen Verbrauch abhängig. Dazu kommt der Verbrauch für gemeinschaftlich genutzte Räume. So entsteht häufig eine komplexe Rechnung. Immer wieder treten dabei kleine und größere Fehler auf, durchaus auch zu Ungunsten des Eigentümers.

Auch für Mieter lohnt sich der Vergleich mit den Angaben des Heizspiegels. Anhand der Größe des Wohnraums können Sie die Kosten pro Jahr und Quadratmeter berechnen. So erkennen Sie schnell, ob der eigene Verbrauch in die eine oder andere Richtung stark vom Durchschnitt abweicht.

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