Heizungsrohre isolieren – schnelle Abhilfe gegen Energieverlust

Heizungsrohre werden vor allem im Winter sehr warm. Über ungedämmte Rohre wird die Heizenergie unkontrolliert abgegeben, was unnötigerweise ein Plus an Energiekosten verursacht. Wenn Sie Ihre Heizungsrohre fachgerecht isolieren, macht sich das bereits im ersten Jahr bezahlt.

Wie lassen sich Heizungsrohre isolieren?

Für das Dämmen von Häusern gibt es durch die Energieeinsparverordnung (EnEV) mittlerweile gesetzliche Vorgaben. Das ist auch sinnvoll, durch den Einsatz von modernen und gut isolierenden Dämmstoffen lässt sich mitunter viel Geld sparen. Deshalb sieht die EnEV auch vor, dass Rohrleitungen in unbeheizten Räumen isoliert werden müssen. Gerade hier sind die Wärmeverluste besonders hoch: Durch den Temperaturunterschied zwischen Rohr und kühler Umgebung geht viel Energie verloren.

Das muss nicht sein! Um schnell Abhilfe zu schaffen und Ihr Portemonnaie zu entlasten, sollten Sie die Heizungsrohre Ihrer Immobilie verkleiden – oder einen Fachmann mit dieser Aufgabe beauftragen. Das Gute daran: Selbst eine dickere Heizungsrohrisolierung kostet nur wenige Euro pro laufendem Meter. Zudem ist das Anbringen des Dämmmaterials sehr einfach und kann ohne Schmutz und großen Aufwand erledigt werden.

Beim Heizungsrohre isolieren gibt es zwei wichtige Aspekte, die Sie unbedingt beachten sollten: Erstens muss die Dicke der angebrachten Dämmung mindestens dem Innendurchmesser des Rohres entsprechen. Das ist eine gesetzliche Vorschrift. Und zweitens sollten Sie bei der Materialbeschaffung darauf achten, dass der Dämmstoff eine niedrige Wärmeleitfähigkeit aufweist. Bei einer 100-prozentigen Dämmung nutzen Sie am besten eine Rohrisolierung mit Wärmeleitgruppe 035.

Wie und womit werden Heizungsrohre isoliert?

Mit dem richtigen Material ist das Heizungsrohre isolieren denkbar einfach – zumindest, wenn die bestehende Verrohrung nicht zu verzweigt ist. Eine flexible Heizungsrohr Dämmung lässt sich leicht verarbeiten und eignet sich auch zum Nachrüsten von Rohrisolierungen in Bestandsgebäuden.

Die flexiblen Schläuche aus Polyethylen (PE), Polyurethan (PUR) oder Elastomer (Kautschuk) punkten mit sehr guter Wärmeisolierung und sind außerdem schwer entflammbar. Ungeschlitzte Rohrisolierungen bereiten Sie mit einem Cuttermesser vor: Ziehen Sie die Klinge waagerecht und möglichst gerade durch das Material. Mit der einseitig geöffneten Wärmedämmung können Sie anschließend leicht bestehende Heizungsrohre verkleiden. Bedenken Sie bei Ihrem Projekt, dass auch Rohre für warmes Trinkwasser isoliert werden müssen. Das gilt für normale Trinkwasser-Leitungen (PWH) und Trinkwasser-Rohre in Zirkulation (PWH-C).

Für besonders einfache Montage und zeitsparendes Arbeiten gibt es übrigens flexible Isolierschläuche, die bereits werkseitig mit einem Schlitz versehen wurden. Diese stülpen Sie über Ihre Rohrleitungen. Anschließend sollten Sie die Nähte mit einem Spezialkleber schließen, damit wirklich keine Wärme mehr verloren geht.

Um T-Stücke in einer Heizungsleitung zu isolieren oder Ventile, Armaturen oder Pumpen vor Wärmeverlust zu schützen, bietet der Markt vorgefertigte Dämmschalen oder -hülsen, die passgenau eingesetzt werden können. Sollten Sie beim Materialeinsatz unsicher sein, hilft Ihnen Ihr Heizungsfachmann vor Ort gerne weiter. Starten Sie jetzt das Projekt "Heizungsrohre isolieren" und sparen Sie Jahr für Jahr einige hundert Euro!