Ökologisch heizen: Die Energiewende passiert im Heizungskeller

Damit die Energiewende gelingt, muss sie neben den Sektoren der Stromerzeugung und Transport und Verkehr durch ökologisches Heizen auch im Heizungskeller stattfinden. Erfahren Sie hier mehr über aktuelle Technologien für "Zukunftsheizen" und finden Sie einfache, nachhaltige Lösungen von Bosch!

Nicht nur CO2: Umweltfreundliches Heizen hat mehrere Aspekte

Wenn die Frage aufkommt wie "ökologisch heizen" aussehen könnte, denken wir in der Regel zuerst an die Reduktion der CO2-Emissionen. Das ist auch ein zentraler Aspekt, der bei jeder Lösung unbedingt im Vordergrund stehen muss. Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen und betrifft uns auf globaler Ebene. Die Wärmeerzeugung für die Gebäudeheizung und die Erzeugung von Warmwasser ist eine der Hauptursachen für die Verbrennung fossiler Energieträger und hohe CO2-Emissionen. Die Energiewende muss daher zwingend auch im Heizungskeller stattfinden.

Gleichzeitig gibt es für ökologisches, umweltfreundliches Heizen noch mehr Aspekte, die nicht zu vernachlässigen sind. Ein möglichst niedriger Verbrauch der Heizanlage reduziert nicht nur den CO2-Ausstoß. Andere Luftschadstoffe wie Flugasche, Stickoxide oder Feinstaub mindern sich dadurch ebenfalls direkt oder mittelbar.

Gleichzeitig muss die Gewinnung von Rohstoffen für die Herstellung und den Betrieb der Heiztechnik im Blick bleiben. Ökologisch heizen heißt ebenfalls, dass durch die Gewinnung von Energieträgern und Rohstoffen möglichst geringe Schäden an der Umwelt entstehen. Hier spielt zum Beispiel der Verbrauch von Lithium und seltenen Erden für Solarspeicher oder der Anbau von Energiepflanzen in Monokulturen eine zentrale Rolle.

Fossile Energieträger: Für ökologisches Heizen nur eine Übergangslösung

Aktuell sind Ölheizungen und Gasheizungen in Deutschland sehr weit verbreitet. Sie spielen bei der Altbausanierung eine wichtige Rolle und kommen auch im Neubau immer noch zum Einsatz.

Mit Öl- und Gasbrennwerttechnik ermöglichen moderne Heizanlagen einen sehr niedrigen Verbrauch und erzeugen deutlich weniger CO2 als ältere Kessel. Die hochmodernen Brenner stoßen zudem sehr wenig andere Luftschadstoffe aus. Dennoch sind die CO2-Emissionen bei der Verbrennung von Heizöl und Erdgas im Vergleich mit erneuerbaren Energieträgern sehr hoch.

Die Sanierung älterer Heizanlagen mit Brennwerttechnik ist oft sinnvoll, weil sie mit vergleichsweise geringem Aufwand eine nennenswerte Reduktion der Belastungen für Umwelt und Klima erreicht. Ressourcen bleiben dann für andere, sinnvolle Maßnahmen frei. Langfristig heißt ökologisch heizen allerdings, dass wir im Rahmen der Energiewende von fossilen Energieträgern Abstand nehmen.

Wärmepumpen und elektrische Heizungen

Elektrisch heizen trägt gern die Bezeichnung "saubere Option", weil bei strombetriebener Wärmeerzeugung keine direkten Emissionen anfallen. Dafür ist aber die Stromproduktion selbst aktuell um so mehr mit CO2-Ausstoß verbunden. Da es sich bei Strom um mehrfach umgewandelte, veredelte Energie handelt, ist die Gesamtbilanz von Elektroheizungen deutlich schlechter als die einer Gasheizung oder Ölheizung. Elektrische Heizungen sind aus ökologischen Gesichtspunkten und auch aus Kostengründen nur als Ergänzung und für schwer beheizbare Räume zu empfehlen.

Anders sieht das aus, wenn Strom für ökologisches Heizen mit einer Wärmepumpe zum Einsatz kommt. Diese Geräte wandeln den Strom nicht direkt in Wärme um.

Elektrische Energie kommt zur Nutzung, um mit einem Kältekreislauf Wärme aus der Umwelt zu gewinnen. Auf diese Weise generiert eine kWh Strom ein Vielfaches an Wärme.

Wärmepumpen sind ein sehr aussichtsreicher Weg für ökologisches Heizen. Die relativ kostspielige Technik gewinnt für Neubauten zunehmend an Bedeutung, kommt aber auch im Altbau erfolgreich zum Einsatz. Sehr gut lässt sich eine Wärmepumpenheizung mit Photovoltaik kombinieren, um Überschüsse für den lukrativen Eigenverbrauch einzusetzen.

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Ökologisch heizen mit erneuerbarer Energie

Um langfristig ökologisch zu heizen, ist der Umstieg auf erneuerbare Energien der Schlüssel. Dafür stehen zahlreiche Technologien zur Verfügung, die sich je nach Standort sinnvoll auswählen und auch kombinieren lassen.

Biomasseheizungen gewinnen Wärme durch die Verbrennung von Restholz und minderwertigen Hölzern in Form von Pellets oder Hackschnitzeln. Auch Scheitholz lässt sich in nachhaltiger Forstwirtschaft lokal und preiswert gewinnen. Der nachwachsende Rohstoff Holz hat eine sehr gute CO2-Bilanz. Allerdings muss die Heiztechnik möglichst den Ausstoß an Flugasche und Feinstaub vermeiden.

Solarenergie ist ein flächendeckend einfach nutzbarer Weg, um mit erneuerbaren Energien ökologisch zu heizen. Die Wärmeerzeugung durch Solarthermie ist an fast jedem Standort lukrativ. In Deutschland lassen sich mit den einfach aufgebauten Anlagen rund 60 Prozent des Warmwassers oder mit Heizungsunterstützung bis zu einem Drittel der gesamten Heizkosten decken. Zugleich ist Solarthermie ein geeigneter Kombinationspartner für fast alle gängigen Heiztechniken.

Ökologisch heizen bedeutet grundsätzlich, den Energieträger maximal auszunutzen. Das ermöglichen Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung. BHKWs und Brennstoffzellen erzeugen Strom und Heizwärme für die dezentrale Nutzung vor Ort. Damit erreichen sie konkurrenzlos hohe Wirkungsgrade und niedrige Stromgestehungskosten.

Wer ökologisch heizen will, erhält dafür auch hohe, staatliche Förderung . Die wichtigsten Fördermittelgeber sind das BAFA und die KfW. Ihr Energieberater ist der richtige Ansprechpartner von der Auswahl der Heiztechnik bis zum Fördermittelantrag . Bei Bosch finden Sie zuverlässige und praxisnahe Lösungen für Ihr Sanierungsprojekt und Ihren Neubau. Lassen Sie sich jetzt unverbindlich beraten!

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