Wärmepumpe mit Photovoltaik – autarkes Heizen mit Solarstrom

Mit einer Wärmepumpe heizen Sie sparsam und umweltbewusst – der Verbrauch fossiler Energieträger wie Strom und Gas gehört damit weitestgehend der Vergangenheit an. Wenn Sie dann noch den notwendigen Wärmepumpenstrom selbst produzieren – beispielsweise mit einer Photovoltaikanlage – kommen Sie der "autarken Heizung" einen großen Schritt näher.

Wärmepumpe mit Photovoltaik – ein starkes Duo

Wärmepumpen verbrauchen Strom – je nach Ausführung liegen die Stromkosten zwischen 450 und 1.000 Euro pro Jahr. Es gibt jedoch mehrere Möglichkeiten, den Wärmepumpenstrom günstig zu beziehen. Eine gute Lösung sind spezielle Heizstromtarife, die viele Versorger mittlerweile überregional und sehr kostengünstig anbieten. Die noch cleverere Alternative besteht darin, den Wärmepumpenstrom mit einer Photovoltaikanlage selbst zu produzieren. Das macht allerdings erst seit einigen Jahren Sinn. Seit 2012 ist die Einspeisevergütung für eigenproduzierten Strom so niedrig, dass es sich vielmehr lohnt, den Solarstrom selbst zu verbrauchen. Außerdem sollten Sie bei der Planung bedenken, dass Wärmepumpe und Photovoltaikanlage in einem guten Größenverhältnis stehen müssen. Nur so lässt sich gewährleisten, dass Sie möglichst viel eigenproduzierten Strom auch selbst verbrauchen.

Ob es lohnenswert ist, eine Wärmepumpe mit Photovoltaik zu koppeln, hängt von mehreren Faktoren ab. Zunächst ist die Bauweise Ihres Gebäudes relevant: Gut isolierte Gebäude, die mit einer Fußbodenheizung ausgestattet sind, eignen sich perfekt für das Zusammenspiel von Wärmepumpe und Photovoltaik. Denn diese Faktoren haben generell einen großen Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit von Wärmepumpen. Je niedriger die Vorlauftemperatur eines Heizsystems ist, desto geringer ist der Stromverbrauch der Pumpe.

Solarstromspeicher erhöhen Effizienz von Wärmepumpen/ Photovoltaik-Systemen

Die Technik in Wärmepumpen und Photovoltaikanlagen hat Bosch im Laufe der letzten Jahre immer weiter optimiert. Trotzdem gibt es bei diesem Heizsystem-Duo noch eine große Herausforderung: Die Wärmepumpe muss eigentlich nur Wärme produzieren, wenn die Sonne gerade nicht scheint. Dann aber steht für den Betrieb gerade kein Solarstrom bereit.

Die Lösung dieses Problems heißt Solarstromspeicher: Mit einer solchen Komponente in Ihrem Heizsystem können Sie den Eigenverbrauch von Strom signifikant erhöhen – auf bis zu 50 Prozent. Mit diesen Kennzahlen führt die Solaranlage der Wärmepumpe dann auch genügend Solarstrom zu, um einen sehr effizienten Betrieb zu gewährleisten. Ihre Stromrechnung wird künftig deutlich niedriger ausfallen.

Was kostet eine Wärmepumpe mit Photovoltaik?

Wenn Sie konsequent auf erneuerbare Energien setzen und eine Wärmepumpe mit Photovoltaik kombinieren, sind die Investitionskosten einer solchen Anlage zunächst recht hoch. Eine durchschnittlich dimensionierte Solaranlage schlägt mit rund 10.000 Euro zu Buche (inklusive Installation), eine Luftwärmepumpe bekommen Sie ab etwa 6.000 Euro.

Trotzdem amortisiert sich die Anschaffung im Laufe weniger Jahre. Sie sparen nach der Inbetriebnahme der Anlage nicht nur die Kosten für fossile Brennstoffe wie Gas oder Öl . Sie minimieren zudem durch das solare Element Stromkosten, die üblicherweise beim Betrieb von Wärmepumpen anfallen.

Das individuelle Sparpotenzial ist allerdings von vielen weiteren Faktoren abhängig. Zum Beispiel vom Stromverbrauch Ihrer Wärmepumpe, der Stromeinspeisevergütung, der Wärmepumpenart und Ihrem persönlichen Heizverhalten. Besprechen Sie diese Punkte am besten mit einem Heizungsfachmann. Dieser informiert Sie auch über alle staatlichen Fördermöglichkeiten zum Thema " Wärmepumpe mit Photovoltaik".