Wärmeübergabe – moderne und dezentrale Heiztechnik

Eine Wärmeübergabestation ermöglicht die energieeffiziente und bedarfsgerechte Versorgung von Wohnungen mit Heizenergie und Warmwasser. Durch die dezentrale Wärmeübergabe ergeben sich für Nutzer und Vermieter gleich mehrere Vorteile!

Was ist eine Fernwärmeübergabestation?

Neben der zentralen Heizungs- und Warmwasserversorgung durch eine Öl- oder Gas-Brennwerttherme gibt es auf dem Heizungsmarkt auch Lösungen zur dezentralen Energieversorgung. Eine davon ist die Wärmeübergabestation: Fernwärme.

Hierbei ist jede einzelne Wohnung in einem Mehrfamilienhaus einzeln an ein Fernwärmenetz angeschlossen. Das funktioniert äußerst zuverlässig – warmes Wasser und Heizenergie steht hierbei sofort und garantiert zur Verfügung. Eine Heizungsanlage im Haus ist bei Wärmeübergabestationen für Fernwärme nicht mehr nötig. Die Energie produziert etwa ein Heizkraftwerk Ihres örtlichen Energielieferanten.

Fernwärmeangebote gibt es in jeder größeren deutschen Stadt. Oftmals produzieren Anlagen Fernwärme ökologisch, beispielsweise aus Pflanzenabfällen, Müllverbrennung, Kraft-Wärme-Kopplung oder Grubengas. Deshalb ist Fernwärme generell umweltfreundlicher als eine zentrale Heizung, die ausschließlich fossile Brennstoffe nutzt. Genau deshalb gibt es für Fernwärme auch staatliche Förderprogramme, etwa bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW-Bankengruppe).

Doch wie funktioniert eigentlich eine Fernwärmeübergabestation? Das Prinzip dahinter ist recht einfach: Die Station stellt den Knotenpunkt der Wärmeübergabe vom Versorgernetz in den Verbraucherkreislauf dar. Nach dem Anschluss steht Ihnen sofort warmes Wasser zur Verfügung, das meist unterirdische Rohrleitungen zu Ihrer Immobilie transportieren. Wärmeübergabestationen sorgen außerdem für die hydraulische Trennung der Kreisläufe für Brauchwasser und Trinkwasser. Eine Wärmeübergabestation je Wohnung bietet den großen Vorteil, dass sich der Verbrauch je Mieteinheit genau ablesen lässt. Das macht die Nebenkostenabrechnung für Vermieter deutlich einfacher. Zudem haben Sie bei Fernwärme einen Raumgewinn im Keller, da hier kein Brennwertgerät oder eine andere Heizung mehr stehen muss. Weitere Vorteile: Sie müssen künftig nicht mehr in einen eigenen Heizkessel investieren und sparen so viel Geld für Wartung, Instandsetzung und Schornsteinfeger-Arbeiten. Der Wärmeübergangsstation-Preis liegt abhängig vom Hersteller einmalig bei etwa 5.000 Euro.

Was sind eigentlich Wärmeübergabeverluste?

Wärmeübergabeverluste können entstehen, weil das warme Wasser bei dezentraler Versorgung weite Wege zurücklegen muss. Nahwärmenetze weisen dabei generell einen niedrigeren Wärmeübergabeverlust auf. Der Nahwärmeverlust sollte maximal bei 25 Prozent liegen.

Um Wärmeübergabeverluste zu vermeiden, ist vor allem bei langen Leitungen außerhalb des Gebäudes eine effiziente Dämmung notwendig. Hier sind die örtlichen Netzbetreiber in der Pflicht, um möglichst wenig Energie auf dem Weg zu Ihrer Immobilie zu vergeuden.

Im eigenen Gebäude ist hingegen das Engagement des Hausbesitzers gefragt. Die Energieeinsparverordnung (EnEV) sieht eine Pflicht zur Rohrdämmung vor – in Neubauten und in Bestandsimmobilien. Dieses gilt zu 100 Prozent für unbeheizte Räume, Keller und Außenbauteilen. Wand und Deckendurchbrüche sollten eine 50-prozentige Dämmung aufweisen. In beheizten Räumen schreibt die EnEV hingegen keine Dämmpflicht vor.

Das hat einen guten Grund: Wenn Sie beispielsweise eine Wärmeübergangsstation in einer Mietwohnung installieren lassen, sorgt die Verlustwärme für eine zusätzliche Beheizung der Räume. Moderne Geräte sind aber trotzdem isoliert, auch um eine zu starke Schallentwicklung zu vermeiden.

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