Warmwasserkosten: Berechnung und Einsparmöglichkeiten

In Deutschland machen die Warmwasserkosten im Durchschnitt etwa ein Fünftel der Gesamtheizkosten aus. Mieter bezahlen sie als Teil der jährlichen Nebenkostenabrechnung. Hauseigentümer müssen entsprechend viel für Energieträger ausgeben. Lesen Sie hier, wie Sie die Warmwasserkosten berechnen und wie sich in diesem Bereich effizient sparen lässt!

Warmwasserkosten berechnen für Mieter und Eigentümer

Wer Energie effizient und umweltfreundlich nutzen will, achtet neben der Heizung auch auf den Warmwasserverbrauch. Mit einem Fünftel der jährlichen Kosten geht es außerdem um viel Geld, das Sie sparen können. Es lohnt sich also immer, einen Überblick über den Verbrauch zu haben. So können Sie schnell zu hohe Kosten reduzieren und als Hausbesitzer den Sanierungsbedarf genauer identifizieren.

Die Berechnung der Warmwasserkosten unterscheidet sich je nachdem, ob Sie Mieter oder Eigentümer sind. Als Mieter können Sie Vergleichswerte aus dem letzten Abrechnungszeitraum nutzen. Anhand von Durchschnittswerten können Sie auch vergleichen, ob die eigenen Warmwasserkosten pro Person weit über der Norm liegen. Mit Angaben aus der letzten Nebenkostenabrechnung und dem aktuellen Zählerstand des Warmwasserzählers lassen sich die voraussichtlichen Kosten für den laufenden Zeitraum abschätzen.

Als Eigentümer müssen Sie die Rechnung selbst anhand der Werte Ihres Wärmeerzeugers durchführen. Die Warmwasserkosten haben mehrere Anteile: Zunächst die Wasserkosten für Frischwasser und die Entsorgung des Abwassers. Für 10 Liter betragen die im Durchschnitt etwa 5 Cent. Dazu kommen die Energiekosten, die in verschiedenen Gebäuden und je nach erzeugter Temperatur unterschiedlich ausfallen können.

Sie sind ebenfalls abhängig von der Wärmequelle, die für die Warmwassererzeugung zum Einsatz kommt: Mit Solarthermie ist das Warmwasser einen großen Teil des Jahres fast kostenlos. Die Erzeugung von Warmwasser mit Durchlauferhitzer und elektrischem Strom ist dagegen einer der einfachsten, aber auch teuersten Wege.

Für eine grobe Überschlagsrechnung können Sie für die Erwärmung von 10 Litern auf 40 Grad noch einmal rund 5 Cent annehmen. Damit ergeben sich für 10 Liter Warmwasser Kosten von rund 10 Cent.

Die Kosten für verschiedene Formen der Nutzung Nutzung unterscheiden sich weiterhin durch verschiedene Zapfleistungen. So verbraucht ein Sparduschkopf in der gleichen Zeit wesentlich weniger Wasser als die herkömmliche Brause. Eine Minute Duschen kostet im Durchschnitt 25 Cent. Für eine Badewannenfüllung können Sie 1 Euro bis 1,20 Euro annehmen.

Warmwasser kostengünstig erzeugen

Wer Warmwasser kostengünstig herstellen möchte, sollte auf den passenden Warmwassererzeuger achten. Verschiedene Wege unterscheiden sich deutlich in den Anschaffungskosten, dem Platzbedarf und den laufenden Kosten.

zentraler Warmwasserspeicher

  • nutzt Wärme des zentralen Wärmeerzeugers
  • preiswert und effizient
  • einfache Anbindung von Solarthermie

Warmwasserspeicher und Kombithermen

  • können feste Menge vorhalten
  • große Zapfleistung auch an mehreren Zapfstellen
  • einfache Einbindung von Solarthermie
  • Bereitstellungsverluste fallen an
  • teuer mit elektrischem Strom
  • mit Erdgas preiswerte Warmwassererzeugung

elektrische und gasbetriebene Durchlauferhitzer

  • Erwärmung bei Bezug auf benötigte Temperatur
  • bedarfsgerechter Verbrauch
  • Zapfleistung eingeschränkt
  • hohe Kosten mit elektrischem Strom
  • mit Erdgas kostengünstige Warmwassererzeugung

Frischwasserstation und Wohnungsstation

  • Durchflussprinzip mit Wärmetauscher
  • entnehmen Wärme aus Fernwärmeleitung oder Pufferspeicher
  • einfache Einbindung von Solarthermie
  • einfach, hygienisch und leistungsstark

Brauchwasserwärmepumpe

  • kostengünstige Warmwassererzeugung
  • nutzt Abwärme im Heizungskeller
  • erhöht Eigenverbrauchsquote für Photovoltaik

Warmwassersystem effizient gestalten

Die Effizienz des Warmwassersystems und damit die entstehenden Warmwasserkosten hängen von weiteren Faktoren ab. Die Zirkulationspumpe befördert das Trinkwasser an die Verbrauchsstellen. Hocheffizienzpumpen und fachgerecht gestaltete Leitungswege senken die Warmwasserkosten deutlich. Durch kurze Wege und die Dämmung von Warmwasserleitungen vermeiden Sie Leitungsverluste.

Die Erzeugung des Warmwassers muss gut auf das Heizsystem abgestimmt sein: Vor allem, wenn eine Wärmequelle für Warmwasser und Heizkörper zur Verwendung kommt. Denn das Trinkwasser benötigt ein höheres Temperaturniveau als die Heizung. Das spielt eine besonders große Rolle, wenn die Wärmequelle für das Warmwasser eine Fußbodenheizung betreibt.

Besondere gute Planung ist bei der Erzeugung von Warmwasser mit Wärmepumpen nötig, weil die Heizgeräte bei höherer Vorlauftemperatur wesentlich höhere Kosten verursachen. Es ist daher zu vermeiden, die Wärmepumpe langzeitig mit zu hoher Temperatur zu betreiben. Als zusätzliche Wärmequelle für die Warmwassererzeugung kommen neben dem elektrischen Heizstab Solarthermie oder ein sekundärer Spitzenlastkessel in Frage.

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