Förderung für eine Gasheizung nach BEG 2021

Moderne Gasbrennwertheizungen setzen Zeichen in Richtung Zukunft. Aus diesem Grund werden Gasheizungen von der Bundesregierung nach wie vor mit einer hohen staatlichen Förderung bedacht. Voraussetzung: Ihre neue Gasheizung wird mit erneuerbaren Energien kombiniert. Welche Zuschüsse die neue „Bundesförderung für effiziente Gebäude“ (BEG) bereithält, welche neuen Anforderungen das Förderprogramm an eine neue Gasheizung stellt, und wie Sie an die attraktiven Fördermittel für Altbau und Neubau kommen, erfahren Sie hier.

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Für Schnellleser: die wichtigsten Punkte zu Förderung für Gasheizungen

  • Ehemalige BAFA- & KfW-Förderung wurde in die neue „Bundesförderung für effiziente Gebäude“ (BEG) überführt.
  • Gasheizungen in Kombination mit erneuerbaren Energien werden entweder direkt als Einzelmaßnahme gefördert (beim Austausch der alten Heizung), oder indirekt über das Erreichen eines Effizienzhausstandards im Altbau und Neubau.
  • Gas-Hybridheizungen sowie Gasbrennwertheizungen in der Ausführung „renewable ready“ sind förderfähig.
  • Förderung in Höhe von 20%, 30% oder 40% der Brutto-Investitionskosten als Einzelmaßnahme möglich.
  • Wahlmöglichkeit für die Auszahlung der Fördermittel: als Investitionszuschuss (ohne Kredit) oder als Tilgungszuschuss (mit Kredit)
  • Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) sowie Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bleiben die zentralen Anlaufstellen.
  • Förderung einfach beantragen mit dem Bosch-Förderservice inkl. Förderversprechen.

Aktuelle Förderprogramme für Gasheizungen

Zunächst ist für Sie wichtig zu wissen, dass die alten Förderprogramme für Gasheizungen einen neuen, einheitlichen Namen bekommen haben: die „Bundesförderung für effiziente Gebäude“ (abgekürzt BEG). Diese neue Förderung gilt seit 01. Januar 2021 und fasst sämtliche staatliche Förderprogramme, die es bislang in Deutschland für die Heizungs- und Gebäudemodernisierung gab (u.a. Austauschprämie und Ergänzungskredit), in einem einzigen Förderprogramm zusammen.

Mit der neuen BEG will die Bundesregierung für Sie als Hauseigentümer noch mehr Anreize schaffen, in energieeffiziente Technik (z.B. mit einer neuen Gasbrennwertheizung in Kombination mit Erneuerbaren Energien (z.B. mit Solar) zu investieren. Hierzu wurden die alten Förderprogramme modernisiert, vereinfacht und zusammengefasst. Neu ist unter anderem:

  • Sie können zwischen drei Teilprogrammen und jeweils zwei Auszahlungsoptionen wählen.
  • Teilprogramm 1: direkte Förderung für eine Gasheizung als Einzelmaßnahme (in Kombination mit Erneuerbaren Energien)
  • Teilprogramme 2 & 3: indirekte Förderung für eine Gasheizung über Effizienzhaus-Standard im Altbau und Neubau für Wohn- und Nichtwohngebäude
  • Auszahlungsoption 1: Investitionszuschuss ohne Kredit
  • Auszahlungsoption 2: Tilgungszuschuss im Rahmen einer Kreditförderung
  • Ab sofort reicht ein Antrag aus, um sämtliche staatlichen Fördermittel für energieeffizientes Bauen und Sanieren zu beantragen.
  • Die BEG können Sie problemlos mit regionalen Fördermitteln kombinieren.

Neben der neuen, bundeseinheitlichen Förderung hat sich Ende 2020 auch die gesetzliche Grundlage geändert, in der die energetischen Anforderungen an Gebäude und der Einsatz von erneuerbaren Energien geregelt sind. Seit 01. November 2020 ist das neue Gebäudeenergiegesetz (GEG) in Kraft getreten, welches ebenfalls frühere Gesetze zusammenfasst.

Doch wie wichtig ist dieses Gesetz, wenn es um die Förderung einer neuen Gasbrennwertheizung geht? Für Sie konkret hat das GEG zunächst keinen direkten Bezug. Im Unterschied zur neuen BEG genügt es beim Gebäudeenergiegesetz , wenn Sie sich zunächst den Namen des Gesetzes merken. Denn die Neuerung im GEG sind eher spezieller Natur.

Förderung für Gasheizungen als Einzelmaßnahme

Was hat sich nun konkret geändert mit der neuen BEG im Vergleich zur alten Bafa-Förderung für Gasheizungen? Im Großen und Ganzen nicht viel. Das bisherige Förderprogramm für Gasbrennwertheizungen und Gasbrennwertthermen ist im Kern erhalten geblieben und hat zunächst nur einen neuen Namen bekommen.

  • Die Fördersätze für Gasheizungen bleiben erhalten, sie entsprechen den alten Fördersätzen.
  • Gas-Hybridheizungen bleiben nach wie vor förderfähig (z.B. in Kombination mit Solarthermie).
  • Gasbrennwertheizungen, die als „renewable ready“ installiert werden, bleiben förderfähig (innerhalb von zwei Jahren wird z.B. eine Solarthermie-Anlage nachgerüstet).
  • Im Austausch mit einer Ölheizung erhalten Sie auch weiterhin einen finanziellen Bonus.
  • Als Einzelmaßnahme werden Gasbrennwertheizungen (in Kombination mit erneuerbaren Energien) auch weiterhin nur im Gebäudebestand gefördert (im Rahmen einer Heizungsmodernisierung), nicht im Neubau.

Fördersätze
0% Förderung
20% Förderung
30% Förderung
40% Förderung
Voraussetzungen
keine Förderung für eine reine Gasheizung
Gasbrennwertheizung in der Ausführung „renewable ready“ - mit späterer Einbindung eines Wärmeerzeugers auf Basis erneuerbarer Energien

  • 30% Förderung für nachgerüstete Solarthermie-Anlage
  • 35% Förderung für nachgerüstete Wärmepumpe
Gas-Hybridheizung: Gasbrennwertheizung in Kombination mit einem Wärmeerzeuger auf Basis erneuerbarer Energien (z.B. mit Solarthermie oder Wärmepumpe)
Gas-Hybridheizung im Austausch mit einer Ölheizung

Gut zu wissen: In der Höhe sind die staatlichen Fördermittel begrenzt. Für Wohngebäude lassen sich als förderfähige Kosten (Brutto-Investitionskosten) maximal 60.000 Euro je Wohneinheit ansetzen.

Zusätzlich zur Förderung für eine Gasheizung mit Brennwerttechnik sieht die neue BEG noch weitere Einzelmaßnahmen vor, die im Rahmen einer Heizungsmodernisierung gefördert werden können:

  • Der Einbau digitaler Systeme zur Optimierung des Gasverbrauchs (z.B. Bosch EasyControl) mit einer Förderung von 20%
  • Ein hydraulischer Abgleich inkl. Austausch der Heizungspumpen mit einer Förderung von 20%
  • Eine Fachplanung und Baubegleitung mit einer Förderung von 50%

Mehr zu Kosten einer Gasheizung

Voraussetzungen, damit Gasheizungen als Einzelmaßnahme förderfähig sind!

  • Im Neubau werden Gasheizungen als Einzelmaßnahme (nur Heizungssanierung) grundsätzlich nicht gefördert. Auch nicht in Verbindung mit erneuerbaren Energien. Hier greifen die Programmteile 2 und 3 der BEG: Wohngebäude und Nichtwohngebäude.
  • Moderne Gasbrennwertkessel und Gasbrennwertthermen werden nur dann gefördert, wenn keine Austauschpflicht für Ihre alte Heizung vorliegt. Weitere Informationen finden Sie hierzu in unserer aktuellen Bosch Förderbroschüre.
  • Sie können entweder die staatliche Förderung der BEG für Ihre neue Gasheizung in Anspruch nehmen, oder den Austausch der Heizung steuerlich absetzen. Beides kombinieren geht nicht.

  • Damit Ihre neue Gasheizung förderfähig ist, muss sie mit erneuerbaren Energien kombiniert werden. Dieser Wärmeerzeuger (z.B. eine Solarthermie-Anlage) muss mindestens 25% der Heizlast Ihres Gebäudes decken.
  • Um die Förderung beantragen zu können ist es nach wie vor wichtig, dass Sie nicht schon zu weit fortgeschritten sind mit dem Erneuern bzw. Austausch Ihrer Heizung. Als neuer Stichtag gilt der Tag der Auftragserteilung (Abschluss eines Liefer- oder Leistungsvertrags). Beantragen Sie die Förderung in jedem Fall vor diesem Stichtag!

Förderung einer Gasheizung im Rahmen eines Effizienzhaus-Standards

Neben der direkten Förderung für eine moderne Gasbrennwertheizung im Rahmen der Einzelmaßnahmen ermöglicht die neue BEG auch eine „indirekte“ Förderung für Gasheizungen.

Und zwar dann, wenn die Gasheizung dazu beiträgt, dass ein Gebäude erstmals Effizienzhaus-Standard erreicht. Entweder im Rahmen einer umfangreichen, energetischen Sanierung eines Altbaus - oder im Rahmen eines Bauvorhabens, wenn ein Neubau im Effizienzhaus-Standard gebaut wird. Je höher dabei der erreichte Effizienzhausstandard ist, desto höher fällt die Förderung aus.

Die neuen Fördersätze orientieren sich ebenfalls wie die Einzelmaßnahmen an den alten, hohen Fördersätzen der KfW-Förderung.

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Übersicht: Förderung von Effizienzhaus-Standards im Altbau und Neubau

Effizienzhaus-Standard
Denkmal
EH 100
EH 70
EH 55
EH 40
EH 40 Plus
Förderung im Altbau
25 %
27,5 %
35 %
40 %
45%
-
Förderung im Neubau
-
-
-
15%
20%
25 %

Das heißt, Sie bekommen beim Erreichen eines Effizienzhaus-Standards im Altbau oder Neubau einen Zuschuss zwischen 15% und 45% auf die gesamten förderfähigen Kosten. Diese Kosten können auch die Anschaffung einer Gas-Hybridheizung beinhalten, wenn diese zum Erreichen des Effizienzhaus-Standards beiträgt. Der Zuschuss ist wie auch bei den Einzelmaßnahmen entweder als Investitionszuschuss oder Tilgungszuschuss im Rahmen einer Kreditförderung zu bekommen. Die Höhe der Fördermittel ist ebenfalls in beiden Förderprogrammen begrenzt.

Zusätzlich sieht die neue BEG sowohl im Altbau als auch im Neubau beim Erreichen von Effizienzhaus-Standards verschiedene Boni vor:

  • Wenn Erneuerbare Energien mindestens 55% der Energieversorgung des Gebäudes bereitstellen (EE-Klasse)
  • Wenn ein individueller Sanierungsfahrplan erstellt und vollständig umgesetzt wird (iSFP-Bonus)
  • Wenn ein Nachhaltigkeitszertifikat von einem Energieberater ausgestellt wird (NH-Klasse)
  • Wenn die Fachplanung und Baubegleitung durch einen Energieeffizienz-Experten erfolgt (ohnehin erforderlich)
Diese Boni erhöhen die Förderung jeweils um einige Prozentpunkte, bzw. den Höchstbetrag an förderfähigen Kosten um einige zehntausend Euro.

Förderbeispiel: mit Bosch-Gasheizungen Effizienzhaus-Standards im Neubau erreichen

Gas-Brennwert - Solare warmwasserbereitung

Einen Effizienzhaus-Standard 55 bzw. 40, für den Sie auch eine Förderung für eine moderne Gasbrennwertheizung bekommen können, erreichen Sie im Neubau z.B. mit diesen Heizungskomponenten von Bosch:

  • Eine Gasbrennwertheizung mit solarer Warmwasserbereitung plus Wohnraumlüftung
  • Eine Gasbrennwertheizung mit solarer Heizungsunterstützung plus Wohnraumlüftung

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Welches Teilprogramm und welche Auszahlungsoption sollten Sie wählen?

Noch einmal zur Erinnerung: mit der neuen BEG (vormals Bafa-Förderung und KfW-Förderung) können Sie für eine neue Gasheizung oder Gastherme zwischen drei Teilprogrammen (direkt als Einzelmaßnahme & indirekt über Effizienzhaus-Standard) und jeweils zwei Auszahlungsoptionen (Investitionszuschuss & Tilgungszuschuss) wählen.

Förderung als Einzelmaßnahme oder über Effizienzhaus-Standard?

Die Förderung als Einzelmaßnahme (BEG EM) ist immer dann interessant, wenn Sie ausschließlich Ihre alte Heizung austauschen oder erneuern möchten. Und keine weitere Modernisierung an Ihrem Haus in den nächsten Jahren geplant ist. Vorteil: Ihre Ausgaben für die Heizungsoptimierung sind deutlich geringer im Vergleich zu einer Komplettsanierung Ihrer Hauses. Sie erhalten im Gegenzug aber auch weniger Maximalförderung.

Die indirekte Förderung für eine Gasbrennwertheizung über den Effizienzhausstandard (BEG WG / NWG) ist immer dann interessant, wenn Sie in den nächsten Jahren eine umfangreichere Modernisierung Ihrer Immobilie planen und das Austauschen bzw. Erneuern der Heizung nur eine Maßnahme unter vielen ist. Dann lohnt es sich, die Förderung auf die gesamte Sanierungsmaßnahme des Hauses mitzunehmen. Vorteil: die maximale Fördersumme ist deutlich höher, dafür müssen Sie aber auch mehr Geld in die Hand nehmen.

Auszahlung als Zuschuss oder Kredit?

Können Sie genug Eigenkapital für den Austausch der Heizung oder die Komplettsanierung Ihrer Immobilie aufbringen, dann ist die Auszahlung der Fördermittel als direkter Investitionszuschuss ideal. Sollten Sie noch auf der Suche nach einer Finanzierung sein, dann ist der zinsgünstige Förderkredit inkl. Tilgungszuschuss die richtige Wahl!

Wo und wie beantrage ich die Förderung für eine Gasheizung?

Übergangsphase zum BEG

Auch mit der neuen BEG bleiben die KfW-Bankengruppe (KfW) sowie das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) die zentralen Anlaufstellen. Sie verwalten und vergeben auch in Zukunft die staatlichen Fördermittel für eine Gasheizung und nehmen Ihren Förderantrag entgegen.

Wenn Sie sich für eine Auszahlung der Förderung als Kredit (mit Tilgungszuschuss) entscheiden, ist die KfW Ihre Anlaufstelle. Sind Sie hingegen an einem Investitionszuschuss (ohne Kredit) interessiert, und wollen Sie ausschließlich Ihre alte Heizung gegen eine moderne Gasheizung austauschen, dann ist das BAFA die richtige Anlaufstelle!

Gut zu wissen: Voraussichtlich ab 2023 soll die Vergabe der staatlichen Fördermittel final vereinheitlicht sein, so dass ab dann alle Zuschussförderungen vom Bafa, und alle Kreditförderungen von der KfW vergeben werden.

Der Bosch Förderservice inkl. Förderversprechen

Wir bei Bosch möchten Ihnen den Weg zur neuen staatlichen Förderung so einfach wie möglich machen! Deutschlandweit stehen Ihnen unsere Bosch-Heizungsinstallateure jederzeit für eine individuelle Beratung sowie für ein förderfähiges Angebot zur Verfügung. Den Antrag und alle weiteren Formalitäten zur Förderung Ihrer neuen Gasheizung übernehmen wir ebenfalls auf Wunsch! Und mit dem Bosch-Förderversprechen profitieren Sie bereits vorab von unserer Förderzusage, auch wenn BAFA oder KfW Ihren förderfähigen Antrag ablehnen sollten.

FAQ zum Thema Förderung von Gasheizungen

Aus technischer Sicht sind grundsätzlich alle Gasheizungen förderfähig, die sich mit einer zusätzlichen Wärmequelle kombinieren lassen, die erneuerbare Energien nutzt. Mit einer Solarthermie-Anlage, mit einer Wärmepumpe oder auch mit einem Kaminofen ist dies problemlos möglich. Die Kombitherme ist als einzige Gasheizung nicht dafür ausgelegt, mit erneuerbaren Energien kombiniert zu werden. Sie wird daher nicht gefördert.

Als Einzelmaßnahme prinzipiell ja! Es kommt jedoch darauf an, gegen welche Heizungsanlage die alte Gasheizung ausgetauscht wird. Wird ausschließlich eine neue Gasbrennwertheizung eingebaut, ist diese nicht förderfähig. Eine Förderung bekommen Sie dann, wenn eine alte Gasheizung gegen eine Gas-Hybridheizung (Gasbrennwerttechnik in Kombination mit erneuerbaren Energien), eine Wärmepumpe oder eine Biomasse-Heizung ausgetauscht wird.

Ja, und Sie profitieren in besonderer Weise davon, wenn Sie ihre alte Heizung von Öl auf Gas umstellen. In diesem Fall sieht die staatliche Förderung einen Extra-Bonus vor, den Sie nur im Austausch mit einer alten Ölheizung erhalten. Voraussetzung ist, dass Sie sich für eine moderne Gas-Hybridheizung, oder eine Gasbrennwertheizung in der Ausführung „renewable ready“ entscheiden.

Grundsätzlich steht es Städten, Gemeinden, Landkreisen und Energieversorgern frei, zusätzlich zu staatlichen Förderung eigene Förderprogramme für Gasheizungen aufzulegen. Die gute Nachricht: eine regionale Förderung können Sie mit der neuen BEG kombinieren! Ob in Ihrer Region zusätzliche Fördermittel verfügbar sind, prüft ebenfalls unser Bosch Förderservice für Sie.