Förderung von Wärmepumpen in der Übersicht

Wärmepumpen nutzen die Energie der Umwelt, um Wärme zum Heizen oder zur Warmwasserbereitung zu erzeugen. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Zusätzlich profitieren Sie beim Kauf einer Wärmepumpe von staatlicher Förderung oder Steuervorteilen. Erfahren Sie bei Bosch, wie hoch die Förderung ist und welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen!

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Wer fördert Wärmepumpenheizungen?

Die Energiewende zielt darauf ab, die Erneuerbaren Energien so weit auszubauen, dass Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2050 signifikant reduziert werden. Dabei bildet die staatliche Förderung für Wärmepumpen einen wichtigen Baustein. Diese erfolgt zum einen über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und zum anderen über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Alternativ können Kosten zum Teil von der Steuer abgesetzt werden.

Wärmepumpe steht auf dem bebauten Grundstück
Warum Wärmepumpen gefördert werden

Wärmepumpen nutzen die Erdwärme, die Umgebungsluft oder das Grundwasser, um mittels Kältemittelkreislauf Wärme zu erzeugen. Für die Erzeugung einer Kilowattstunde (kWh) Wärme werden durchschnittlich 75 Prozent Umgebungswärme und lediglich 25 Prozent Strom aufgewendet. Wärmepumpen haben so eine gute CO2-Bilanz. Ihr Einsatz wird deshalb auch staatlich gefördert. CO2-neutral läuft die Wärmepumpe übrigens nur, wenn Sie Ökostrom beziehen oder den Strom mit einer Photovoltaikanlage selbst erzeugen. Ein weiterer Vorteil dieser Heiztechnik: Wärmepumpen sind nicht von dem im Klimapaket der Bundesregierung vereinbarten CO2-Preis betroffen. Ab 2021 wird der Betrieb von Heizungen mit fossilen Energieträgern (Gas, Öl) nämlich schrittweise teurer.

Welche Wärmepumpe unterliegt welcher Förderung?

Das BAFA fördert Luft-Wasser-, Sole-Wasser- und Wasser-Wasser-Wärmepumpen – sowohl in Bestandsgebäuden als auch in Neubauten. Im Altbau wird der Einbau energieeffizienter Wärmepumpen mit Summen aus dem sogenannten Marktanreizprogramm (MAP) gefördert. Die Liste der dafür benötigten Unterlagen finden Sie auf der Webseite des BAFA. Anstatt einer BAFA-Förderung für Wärmepumpen können Sie zinsgünstige Kredite bei der KfW-Bank beantragen, auch für den Einbau einer Wärmepumpe im Neubau. Bei der Höhe der Förderung der Wärmepumpe spielt die jeweilige Jahresarbeitszahl (JAZ) eine wichtige Rolle. Diese gibt Auskunft über die Effizienz.


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Förderquote
35%/45%
35%/45%
35%/45%
keine Förderung
Förderung Altbau /(Mindest-JAZ)
✓ (3,5)
✓ (3,8)
✓ (3,8)
/
Förderung Neubau /(Mindest-JAZ)
✓ (4,5)
✓ (4,5)
✓ (4,5)
/

Kostenerstattung – wie hoch ist die Förderung für Wärmepumpen?

Die BAFA-Förderung für Ihre Wärmepumpe liegt bei 35 Prozent der förderfähigen Kosten. Möchten Sie Ihre Ölheizung (mindestens zwei Jahre alt) gegen eine Wärmepumpe tauschen, kommen noch einmal 10 Prozent Förderung dazu. Eine festgelegte preisliche Obergrenze besteht dabei nicht. Sie müssen jedoch alle notwendigen Voraussetzungen für die Bewilligung der Förderung erfüllen – beispielsweise die nötige Mindest-Jahresarbeitszahl (JAZ). Erst nach Einreichung und Prüfung aller Unterlagen kann Ihr Zuschuss bewilligt werden. Tilgungszuschüsse über die KfW können Sie über die beiden Programme „Energieeffizientes Bauen“ und „Energieeffizient Sanieren – Ergänzungskredit“ beantragen. Mit letzterem lassen sich BAFA- oder KfW-Förderung intelligent kombinieren.

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Welche Voraussetzungen gibt es für die Wärmepumpen-Förderung?

Wärmepumpen gibt es in verschiedenen Ausführungen. Sie unterscheiden sich in genutzter Wärmequelle, Erschließungsaufwand, Effizienz, Installation und selbstverständlich auch im Preis.

Um eine BAFA-Förderung für eine Wärmepumpe zu erhalten, müssen verschiedene Voraussetzungen erfüllt sein. So dürfen die Geräte nicht nur zur Warmwasserbereitung genutzt werden, sondern müssen auch bei der Heizungsanlage zum Einsatz kommen.

Voraussetzungen im Bestandsgebäude:

  • Einbau eines Wärmemengenzählers (Messung der Vorlauf- und Rücklauftemperatur der Heizung)
  • Einbau eines Stromzählers (bei elektrisch betriebenen Wärmepumpenheizungen)
  • hydraulischer Abgleich der Heizanlage
  • Anpassung der Heizkurve an das jeweilige Gebäude
  • Abschluss einer verschuldensunabhängige Versicherung im Fall von Sachschäden

Zusätzliche Voraussetzungen im Neubau:

  • Flächenheizungen zur Wärmeverteilung
  • Check der Wärmepumpe nach einem Betriebsjahr

Fragen Sie hierzu am besten einen Heizungsfachmann!

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Ein weiterer wichtiger Punkt für eine Einstufung als „förderfähig“ ist die Effizienz der Wärmepumpe. So ist die Förderung einer Luftwärmepumpe im bestehenden Gebäude nur möglich, wenn sie eine Jahresarbeitszahl (JAZ) von 3,5 bietet. Die Förderung von Erdwärmepumpen sowie Wasser-Wasser-Wärmepumpen wird erst bei einer JAZ von 3,8 in Wohngebäuden und 4,0 in Nicht-Wohngebäuden bewilligt. Für einen Neubau gelten noch strengere Auflagen: Mit einem Zuschuss für Wärmepumpen können Sie hier erst ab einer JAZ von 4,5 rechnen. Für Brauchwasserwärmepumpen ist keine Förderung möglich. Auch Luft-Luft-Wärmepumpen werden durch das BAFA nicht bezuschusst. Für diese beiden Pumpenarten können Sie einen KfW-Kredit aufnehmen.

Für eine Förderung Ihrer Wärmepumpe müssen Sie die Erfüllung aller Voraussetzungen nachweisen. Ihr Bosch Fachpartner kann Sie hierbei unterstützen. Möchten Sie eine fossile Heizanlage gegen eine Wärmepumpe tauschen, so muss diese mindestens zwei Jahre alt sein. Für den Fall, dass Sie eine Wärmepumpe, für die Sie bereits eine Förderung erhalten haben, gegen eine neue tauschen wollen, muss das alte Modell mindestens sieben Jahre Laufzeit aufweisen. Ansonsten müssen Sie einen Teil des ersten Zuschusses zurückzuzahlen.

Übrigens: In Baden-Württemberg müssen Hauseigentümer seit dem 1. Juli 2015 bei einem Heizungstausch erneuerbare Energien einsetzen. Diese müssen mindestens 15 Prozent der Heizwärme erzeugen. Das schreibt das Erneuerbare-Wärme-Gesetz (EWärmeG) vor.

Ferienhaus mit Wärmepumpe und Solar
Werden auch Wärmepumpen mit Photovoltaik- oder Solarthermie-Anlagen (EE-Hybridheizungen) gefördert?

Eine Förderung Ihrer Wärmepumpe können Sie auch dann in Anspruch nehmen, wenn Sie diese mit einer Photovoltaik- oder Solarthermieanlage kombinieren. Dabei handelt es sich um eine sogenannte Erneuerbare-Energien-Hybridheizung (EE-Hybridheizung), denn sie besteht ausschließlich aus Komponenten auf Basis regenerativer Energien. Alle Wärmeerzeuger sind durch eine gemeinsame Regelung verbunden, über die sie gesteuert und geregelt werden. Erfüllen die einzelnen Technologiekomponenten die vorgeschriebenen Mindestanforderungen, erhalten Sie für Ihre EE-Hybridheizung eine Förderung von 35 Prozent sämtlicher förderfähiger Kosten – 45 Prozent beim Austausch einer Ölheizung. Dazu zählen alle Ausgaben, die unmittelbar mit der Installation und Inbetriebnahme der Heizung zusammenhängen. Beträgt die Investitionssumme also 20.000 Euro, erhalten Sie eine Förderung von 7.000 Euro. Eine EE-Hybridheizung kann sowohl in Neu- als auch Altbauten installiert und gefördert werden.

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Wärmepumpen-Förderung: So wird sie beantragt

Ein Heizungstechniker erklärt einem jungen Paar in einem modernen Haus die Fördermöglichkeiten von Wärmepumpenheizungen.

Wir unterstützen Sie beim Förderantrag. Mit unserem bequemen Bosch Förderservice sorgen wir dafür, dass Sie die maximale Fördersumme erhalten. Der gesamte Förderprozess wird von uns abgewickelt. Zudem garantieren wir eine Mindestförderung in Höhe von 1.000 Euro bei einer Modernisierung und 5.000 Euro bei einem Neubau.

In 3 Schritten zur Förderung

  1. Heizungsangebot einholen
  2. Aufnahmebogen zur Förderung downloaden
  3. Förderung einfach beantragen

Alternativ können Sie die BAFA-Förderung für Ihre neue Heizung auch selbständig über die Internetseite des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle beantragen.

Wichtig: Stellen Sie den Antrag auf Förderung beim BAFA und der KfW immer vor dem Einbau der Wärmepumpe, also bereits bevor Sie die Lieferung und Installation des Gerätes vertraglich in Auftrag gegeben haben. Erst nach der Antragstellung dürfen Sie die geplanten Maßnahmen umsetzen.

Fügen Sie der Antragstellung alle benötigten Dokumente an – Kostenvoranschläge für den Kauf und die Installationsmaßnahmen, aber auch Rechnungen Ihres bisherigen Wärmelieferanten sowie die Fachunternehmererklärung zum Verwendungsnachweis. Nur, wenn alles vollständig ist, kann Ihre Fördersumme berechnet werden. Planen Sie die Installation einer Sole-Wasser-Wärmepumpe (bzw. Erdwärmepumpe) mit Sondenbohrung, benötigen Sie zusätzlich die Bohrgenehmigung und notwendigen Versicherungsunterlagen. In der Regel dauern die Bearbeitung und Auszahlung der Förderung anschließend zwischen sechs und acht Wochen.
Viele unserer Bosch Fachpartner unterstützen Sie gerne beim Beantragungsprozess.

Fragen Sie am besten bei einem Experten in Ihrer Nähe nach.

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Bosch Förderbeispiele

Luft-Wasser-Wärmepumpe im Einfamilienhaus

Außen- und Inneneinheit:

Compress 7000i AW 17 ORMB

plus Trinkwasserspeicher WH 370 LP 1 B

  • Einsatz: 150m² Einfamilienhaus
  • Anwendung: Modernisierung
  • Förderfähig: ja – Gesamtsystem bis zu 45 %
  • Mindestförderung: 7.700 €, bei Austausch einer Ölheizung: 9.900 €

Erdwärmepumpe im Einfamilienhaus

Sole-Wasser-Wärmepumpe:

Compress 7000i LW M

plus Pufferspeicher BH200-5

  • Einsatz: 150m² Einfamilienhaus
  • Anwendung: Modernisierung
  • Förderfähig: ja – Gesamtsystem bis zu 45 %
  • Mindestförderung: 5.200 €, bei Austausch einer Ölheizung 6.600 €

Erdwärmepumpe im Einfamilienhaus

Sole-Wasser-Wärmepumpe:

Supraeco STM 60-1 5,6 kW

plus Pufferspeicher Stora BH 120/200-5

  • Einsatz: 150m² Einfamilienhaus
  • Anwendung: Neubau
  • Förderfähig: ja – Gesamtsystem bis zu 35 %
  • Mindestförderung: 4.200 €

FAQ zu Förderung Wärmepumpe

Anträge auf die Förderung einer Wärmepumpe durch das BAFA und die KfW müssen zusammen mit dem Installateur immer vor Beginn der Baumaßnahme gestellt werden. Planungsarbeiten im Vorfeld sind natürlich gestattet. Der Vertragsabschluss gilt als Startschuss für die Baumaßnahme. Das nachträgliche Einreichen eines Förderantrags ist nicht möglich.

COP-Wert und Jahresarbeitszahl (JAZ) sind wichtige Kenngrößen, um die Effizienz einer Wärmepumpe zu bestimmen. Der COP-Wert gibt an, wie das Verhältnis der Wärmeleistung zur erforderlichen Antriebsenergie ist – allerdings unter Laborbedingungen. Gute COP-Werte liegen zwischen drei und fünf. Alle Werte unter zwei gelten als unwirtschaftlich. Die JAZ gibt Aufschluss über das tatsächliche Verhältnis des Jahresertrags an Heizenergie zur aufgewendeten Energie. Sie erfasst also die Effizienz der Gesamtanlage. So sagt eine JAZ von fünf aus, dass mithilfe einer Kilowattstunde Strom fünf Kilowattstunden Heizenergie erzeugt werden. Für die Förderung einer Wärmepumpe spielen möglichst hohe COP- und JAZ-Werte eine wichtige Rolle.

Fertighäuser sind besonders kostengünstig und eignen sich auch für den Einbau einer Wärmepumpe. Eine Förderung ist über das KfW-Programm „Energieeffizient bauen“ möglich. Dafür muss das Fertighaus allerdings den Energieeffizienzstandard 70 besitzen, besser noch ist ein Passivhaus-Standard.

Möchten Sie Ihr Haus mit Hilfe einer Wärmepumpe beheizen, bietet das BAFA eine Förderung für folgende Maßnahmen an:

  • Kosten für Beratung, Planung und weitere Maßnahmen, die in direktem Zusammenhang mit der förderfähigen Anlage stehen
  • Anschaffungskosten der geförderten Anlage
  • Kosten für Installation und Inbetriebnahme
  • Erschließungskosten (beispielsweise aufwendige Bohrungen oder Kollektorverlegung bei Erdwärmepumpen)
  • Kosten weiterer erforderlicher Umfeldmaßnahmen (Vorbereitung und Umsetzung einer förderfähigen Maßnahme, Verbesserung der Energieeffizienz der Gebäudeanlagentechnik)

Eine Hybridheizung kombiniert konventionelle und erneuerbare Energien in einem Heizsystem, also beispielsweise eine Gasheizung mit einer Wärmepumpe. Noch umweltfreundlicher ist eine EE-Hybridheizung, bei der ausschließlich erneuerbare Energien zum Einsatz kommen. Besonders beliebt ist die Kombination Photovoltaik und Wärmepumpe. So lässt sich ein Teil des für den Wärmepumpenbetrieb benötigten Stroms selbst erzeugen.