Wartung von Wärmepumpen: Das sollten Sie wissen!

Eine Wärmepumpe versorgt Sie mit günstiger Wärme zum Heizen und zur Warmwasserbereitung und schont dabei die Umwelt. Zudem sind Wärmepumpen robust und wenig fehleranfällig. Dennoch ist eine regelmäßige Wartung Ihrer Wärmepumpe sinnvoll, denn nur so ist eine komfortable Wärmeversorgung über viele Jahre garantiert. Außerdem beugen Sie somit wirksam höheren Reparaturkosten vor. Bei Bosch erfahren Sie, warum die Wartung wichtig ist, wie sie abläuft und welche Wartungskosten dabei anfallen.

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Wartung der Wärmepumpe – unbedingt notwendig?

Alle Wärmepumpen sollten regelmäßig gewartet werden, je nach Art der eingesetzten Wärmepumpe wird ein Wartungsintervall von ein bis drei Jahren empfohlen. Bei einer Wartung werden unter anderem Filter und Pumpen der Anlage sowie das Kältemittel, mit dem die Wärmeübertragung stattfindet, untersucht und ggf. repariert bzw. ausgetauscht. So wird die einwandfreie Funktion der Anlage sichergestellt und spätere Fehlfunktionen oder Ausfälle vermieden, deren Korrektur wesentlich aufwendiger und teurer wäre.

Eine gesetzliche Wartungspflicht für alle Wärmepumpen gibt es jedoch nicht. Verpflichtend sind lediglich eine jährliche Wartung von Luftwärmepumpen sowie eine jährliche Dichtheitsprüfung für Wärmepumpen-Anlagen mit mehr als drei Kilogramm Kältemittel, die jedoch im privaten Bereich selten sind. Aber auch bei allen anderen Wärmepumpen ist eine Wartung in regelmäßigen Abständen sinnvoll, um Verschleißerscheinungen frühzeitig zu entdecken, Probleme zu beheben und den Wert der Anlage zu erhalten. Bei Wasser-Wasser-Wärmepumpen kann eine regelmäßige Überprüfung des Wasserstandes im Grundwasserbrunnen vom Landratsamt verlangt werden.

Systemgarantie von Bosch: Wartung notwendig

Auch die Systemgarantie von Bosch ist von einer regelmäßigen Wartung abhängig. Als Bosch Kunde profitieren Sie von unserer kostenlosen 5 Jahre-Systemgarantie . Informieren Sie sich jetzt über die Voraussetzungen. Wenn Sie Ihr Heizsystem zusätzlich über HomeCom Pro mit dem Internet verbinden, erhalten Sie von uns sogar die erweiterte 5+2 Jahre-Systemgarantie .

Was sind die Wärmepumpen-Arten im Überblick?

  • Die Luft-Wasser-Wärmepumpe (Luftwärmepumpe) entzieht der Umgebungsluft Wärme, um sie dem Heizkreislauf zur Verfügung zu stellen.
  • Die Abluftwärmepumpe ist eine Sonderform der Luftwärmepumpe und bezieht die benötigte Wärme aus der warmen Abluft, die von einer Lüftungsanlage aus dem Haus geleitet wird.
  • Die Sole-Wasser-Wärmepumpe (Erdwärmepumpe) bezieht Wärme direkt aus dem Erdreich. Dazu kommt entweder eine Erdsonde, die mehr als einhundert Meter tief reichen kann, oder ein Erdkollektor, der direkt unter der Erdoberfläche vergraben ist, zum Einsatz.
  • Die Wasser-Wasser-Wärmepumpe (Grundwasserwärmepumpe) nutzt als Wärmequelle ein Grundwasservorkommen in einer Tiefe von bis zu ca. 20 Metern.

Wie läuft die Wartung Ihrer Heizung ab?

Welche Arbeitsschritte genau zur Wartung einer Wärmepumpe gehören, hängt vom jeweils eingesetzten Wärmepumpen-Typ ab. Grundsätzlich werden bei allen Anlagen die elektrischen Verbindungen sowie der Kältekreis auf Dichtheit überprüft und es wird kontrolliert, ob es zu Verunreinigungen im Kältemittel gekommen ist. Bei der Wartung von Grundwasser- und Erdwärmepumpen ist zudem eine Kontrolle der Filter sowie des Frostschutzgehalts im Kältemittel notwendig. Einige Landratsämter fordern bei Wasser-Wasser-Wärmepumpen auch eine regelmäßige Kontrolle des Wasserstandes im Grundwasserbrunnen.

Innenleben der Compress 7400i AW Außeneinheit mit Beschriftung

Die Wartung einer Luft-Wasser-Wärmepumpe schließt zusätzlich eine Kontrolle der Ansaug- und Ausblasöffnung für die Luft mit ein. Auch die Kondensatwanne und die Abläufe, über die kondensierte Luftfeuchtigkeit entsorgt wird, müssen auf eventuelle Verschmutzungen oder Verstopfungen hin untersucht werden.

Daneben umfasst der Wärmepumpen-Service stets auch eine Kontrolle des angeschlossenen Heizungs- und Warmwassersystems mit Filtern, Pumpen usw. Weil es dabei zu einer kurzzeitigen Unterbrechung der Wärmeversorgung kommt, sollte die Wartung der Wärmepumpe bevorzugt während der warmen Sommermonate durchgeführt werden.

Wie hoch ist die Lebensdauer einer Wärmepumpen-Anlage?

Bei einer Wärmepumpen-Anlage ist mit einer durchschnittlichen Lebensdauer von etwa 15 bis 20 Jahren zu rechnen. Eine regelmäßige Wartung der Wärmepumpe ist dabei die Voraussetzung für einen ordnungsgemäßen Betrieb und stellt sicher, dass Ihre Anlage Ihnen viele Jahre Wärme liefert.

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Was kosten Betrieb und Wartung einer Wärmepumpe?

Mit Anschaffungskosten von 10.000 bis 25.000 Euro ist eine Wärmepumpe zwar deutlich teurer als eine Öl- oder Gasheizung. Doch dank niedriger Betriebs- und Wartungskosten amortisiert sich die Anlage meist innerhalb von zehn bis 15 Jahren.

Die Betriebskosten hängen vom Heizverhalten, Ihrem Wärmeverbrauch und damit auch von der Größe Ihres Hauses ab. Senken lassen sie sich z. B. durch eine gute Wärmedämmung sowie durch den Einsatz effizienter Niedertemperaturheizungen, z. B. Fußboden- oder Wandheizungen, die eine niedrige Vorlauftemperatur besitzen und vergleichsweise wenig Wärme benötigen.

Gelbes Sparschwein mit einigen, auf dem Tisch liegenden Münzen.

Die Wartungskosten der meisten Wärmepumpen belaufen sich auf durchschnittlich etwa 150 Euro pro Jahr. Lediglich bei Luft-Luft-Wärmepumpen sind sie etwas höher, da hier regelmäßig die Filter gewechselt werden müssen. Auch bei Anlagen ohne Wartungspflicht lohnt sich eine regelmäßige Wartung, denn Kosten für die Reparatur einer Wärmepumpe lägen um ein Vielfaches höher.

Der Staat unterstützt Sie übrigens bei der Anschaffung einer Wärmepumpe mit attraktiven Fördermöglichkeiten , so dass hier zusätzliche Kosteneinsparungen möglich sind.

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FAQ zum Thema Wartung Wärmepumpe

Dank Wärmepumpen heizen Sie mit kostenloser Wärme aus der Erde, der Luft oder dem Grundwasser – je nach Wärmepumpentyp. Auch die Warmwasserbereitung ist mit dem Betrieb von Wärmepumpen möglich. Um die kostenlose Umweltenergie nutzbar machen zu können, benötigt die Wärmepumpe Strom.

Wie bei anderen Maschinen kommt es auch bei Wärmepumpen mit der Zeit zum Verschleiß mechanischer Bauteile. Ohne regelmäßige Wartung können Fehlfunktionen oder Ausfälle folgen. Auch Verunreinigungen des Kältemittels oder dessen Austreten können zu Fehlern führen.

Den Stromverbrauch und damit die Betriebskosten Ihrer Wärmepumpe können Sie leicht selbst berechnen: Teilen Sie einfach den Heizbedarf Ihres Hauses in Kilowattstunden durch die Jahresarbeitszahl (JAZ) Ihrer Wärmepumpe. Das Ergebnis ist der voraussichtliche Stromverbrauch. Multiplizieren Sie diesen mit dem Strompreis und Sie erhalten die zu erwartenden Betriebskosten.

Auch Teich-Wärmepumpen sollten regelmäßig gewartet werden, um sicherzustellen, dass es nicht zu Materialverschleiß und Fehlfunktionen kommt. Vor allem der Kältekreislauf und die mechanischen Komponenten sollten regelmäßig überprüft werden.

Als Wärmepumpen-Manager wird der Regler des Heizsystems bezeichnet. Möchten Sie diesen austauschen, dann stellen Sie sicher, dass der neue Regler mit allen Bestandteilen des Systems kompatibel ist. Notieren Sie sich die am alten Regler eingestellten Werte und übertragen Sie diese auf den neuen. Wenn Sie sich unsicher sind, wenden Sie sich an einen Heizungsfachmann.